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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
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Aktualisiert vor 1 Minute.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Den Blutfluss richtig steuern

24.09.2019

Oldenburg Das menschliche Herz ist mit vier Herzklappen ausgestattet, die wie ein fein eingestelltes Ventil dafür sorgen, dass der Blutkreislauf immer nur in die vorgesehene Richtung verläuft. Die beiden als Mitralklappe bzw. Trikuspidalklappe bezeichneten, bei Erwachsenen jeweils rund 30 Millimeter großen Segelklappen verbinden die Herzvorhöfe mit der linken und rechten Herzkammer. Die in ihrem Umfang etwas kleinere Pulmonal- und Aortenklappe stellen den Übergang der beiden Herzkammern an die angeschlossenen Blutgefäße her.

Herzklappen sind wichtig für die Pumpleistung des Herzens.

Durch die vom Organismus automatisch hergestellte Öffnungs- und Schließfunktion der Herzklappen wird bei herzgesunden Menschen sichergestellt, dass bei jedem Herzschlag eine genau regulierte Blutmenge durch den menschlichen Hochleistungsmotor hinein und wieder herausfließt. Die Herzklappen sorgen somit zugleich für einen ungehinderten Durchfluss des Blutes sowie für einen sicheren Verschluss.

Weniger Lebensqualität

Wenn eine Herzklappe nicht mehr richtig schließt, kommt es an dieser Stelle zu einem unkontrollierten Rückfluss des Bluts. Eine Verengung der Öffnung bewirkt dagegen, dass der Blutfluss durch die Herzklappe permanent erschwert und vermindert wird. Das Herz muss dann bei jeder Aktion unnatürlich viel Kraft aufbringen, um eine ausreichende Blutversorgung aller Organe und Gewebestrukturen sicherzustellen. Der so extrem beanspruchte Herzmuskel verdickt sich, verliert dadurch an Elastizität und letztlich auch Funktionsfähigkeit.

Undichte Herzklappe führt zu Herzinsuffizienz

Ohne eine frühzeitige medizinische Intervention stelle sich in vielen Fällen früher oder später eine Herzinsuffizienz ein, erklärt Prof. Dr. Oliver Dewald, Direktor der Universitätsklinik für Herzchirurgie im Klinikum Oldenburg: „Die durch den Herzklappenfehler erworbene Herzschwäche führt zu einer Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und damit auch der Lebensqualität.“ Da sich das Herz nicht mehr von der Schädigung erholen kann, bleibt eine einmal entstandene Herzinsuffizienz ein lebenslanger Begleiter des Betroffenen. Menschen mit einer schweren Herzklappenschädigung müssen zudem mit einer verringerten Lebenserwartung rechnen.

Da eine Herzklappenerkrankung oft zunächst keine größeren Beschwerden verursacht, verläuft sie schleichend und wird häufig erst erkannt, wenn es bereits zu erheblichen Veränderungen an der Herzklappe gekommen ist. Im Alltag mache sich die Schädigung vor allem durch eine unerklärliche Atemnot bei körperlichen Belastungen bemerkbar, betont Prof. Dewald: „In einem fortgeschrittenen Stadium ist man schon nach einem kurzen Spaziergang außer Atem und erschöpft.“

Oft eher zufällig erkannt

Fehlgebildete Herzklappen werden heute zwar oft schon bei den obligatorischen Untersuchungen im Säuglings- und Kleinkindalter diagnostiziert. Hinweise auf eine Schädigung werden dessen ungeachtet oftmals erst spät und eher zufällig erkannt – etwa beim Abhören des Brustkorbs im Rahmen einer hausärztlichen Routineuntersuchung

Kaputte Herzklappen diagnostizieren

Im Verdachtsfall sollte zunächst eine Ultraschalluntersuchung des Herzens bei einem Kardiologen erfolgen, erklärt Prof. Dewald: „Damit lässt sich die Funktionsfähigkeit der Herzklappe feststellen.“ Vor der Entscheidung über eine Operation sollte zur weiteren Abklärung eine Katheterunteruntersuchung des Herzens erfolgen, bei der auch andere Herzerkrankungen erkannt oder ausgeschlossen werden können.

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