OLDENBURG - „Mit einem disziplinierten Beckenboden-Training unter fachkundiger Leitung ist die Erfolgswahrscheinlichkeit sehr hoch, ein Inkontinenz-Problem beseitigen zu können.“ Die Oldenburger Physiotherapeutin Ann-Katrin Stalmann behandelt in ihrer Praxis seit mehr als 18 Jahren regelmäßig Frauen und Männer, die etwa unter Urin- oder Stuhlinkontinenz leiden. Viele von ihnen können ihre Beschwerden durch eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur in den Griff bekommen.

Die durch dauernden Harndrang oder unkontrollierten Urinverlust gekennzeichnete Harn-Inkontinenz ist meistens keine typische Alterserscheinung. Frauen müssen zum Beispiel nach mehreren Geburten oder einer schweren Entbindung mit einer Inkontinenz rechnen. In diesen Fällen müsse die obligatorische Rückbildungsgymnastik nach der Geburt durch gezieltes Beckenbodentraining ergänzt werden. Mit der Teilnahme an Präventiv-Kursen können Frauen das Inkontinenz-Risiko senken.

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Physiotherapie-Behandlung ist für Ann-Katrin Stahlmann ein vertrauliches Gespräch über die Art und Ausprägung der Inkontinenz. Für ein effektives Beckenboden-Training muss der Patient lernen, seinen Körper wahrzunehmen. Schlüssel zum Erfolg sei, dass der Patient seine Beckenbodenmuskulatur gezielt und ohne Beteiligung benachbarter Strukturen wie etwa der Bauch- oder der Pomuskulatur trainieren könne.