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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Kolorektale Karzinome: Die Gefahr in der Darmwand

04.10.2022

Oldenburg Mit über 60000 diagnostizierten Neuerkrankungen und rund 24000 Todesfällen pro Jahr zählt der Darmkrebs in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Ein Großteil könnte vermieden werden, wenn noch mehr Frauen und Männer das kostenlose Angebot für Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen würden. So lassen sich gutartige Tumor-Vorstufen heute sehr zuverlässig mittels einer auch als Koloskopie bezeichneten Darmspiegelung erkennen. Mit einer zumeist während des gleichen ambulanten Eingriffs möglichen Entfernung dieser so genannten Polypen wird verhindert, dass sich aus einer gutartigen eine bösartige Geschwulst – und somit eine Krebserkrankung – entwickelt.

Ein Darmkrebs kann in jedem Alter auftreten, wobei das Erkrankungsrisiko spätestens ab dem 50.en Lebensjahr kontinuierlich ansteigt. Neben einer familiären Vorbelastung führt auch ein ungesunder Lebensstil mit Rauchen, starkem Übergewicht und zu wenig Bewegung zu einer erhöhten Darmkrebs-Wahrscheinlichkeit. Menschen aus einer Risikogruppe sollten an der ansonsten ab 50 empfohlene Vorsorgeuntersuchung bereits in jüngeren Jahren regelmäßig teilnehmen.

Bösartige Tumoren bilden sich fast immer im Dick- oder im Mastdarm. Ein dann vorliegendes Kolorektales Karzinom entwickelt sich meistens über mehrere Jahre, wenn zunächst gutartige Polypen in Folge von Zellmutationen in der Darmschleimhaut entarten und bösartig werden. Dieser in der Medizin als Adenom-Karzinom-Sequenz bekannte Prozess verläuft meistens lange Zeit unbemerkt.

Blut im Stuhl ist Hinweis

Wenn äußerlich erkennbare Warnzeichen wie Schmerzen oder Blut im Stuhl auftreten, befindet sich der Darmkrebs oft schon in einer fortgeschrittenen Phase. Die Chance für eine erfolgreiche Therapie hängt gerade beim Darmkrebs entscheidend davon ab, wann die Erkrankung diagnostiziert wird, betont Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie im Klinikum Oldenburg: „In frühen Stadien sind die Heilungschancen sehr gut.“

Dank neuer Forschungsergebnisse und moderner Behandlungsoptionen könne man auch Darmkrebs-Patienten mit einem fortgeschrittenen Verlauf immer besser helfen. In den letzten zehn bis 15 Jahren habe sich sowohl die Lebenserwartung wie auch die Lebensqualität insgesamt klar verbessert. Dessen ungeachtet sei ein Darmkrebs nach wie vor eine sehr gefährliche Erkrankung, die tödlich verlaufen kann, wenn sie zu spät erkannt wird.

Tumor sicher entfernen

Wie bei anderen Krebsarten müssen auch im Darm identifizierte Karzinome sicher und komplett in der Regel mit einem chirurgischen Eingriff entfernt werden, damit sie nicht weiter wachsen bzw. sich sich vermehren können. Wie das am besten gelingen kann, wird im Klinikum Oldenburg in einer Tumorkonferenz festgelegt, an der alle relevanten Fachdisziplinen beteiligt sind.

Bei einer Darmkrebsoperation werden neben dem betroffenen Darmabschnitt auch die benachbarten Lymphknoten entnommen. Im besten Fall ist der Patient dann dauerhaft vom Krebs befreit“, erklärt Prof. Dr. Maximilian Bockhorn, Direktor der Universitätsklinik für Minimal- und Viszeralchirurgie im Klinikum Oldenburg. Aktuelle Studien von Fachgesellschaften zeigen, dass die Heilungsrate bei Darmkrebspatienten insgesamt inzwischen bei mehr als 60 Prozent liegt.

NWZonline.de/gesundheit
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