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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Kein Treibstoff fürs Leben

03.12.2019

Oldenburg Mit bundesweit rund 12 500 registrierten Neuerkrankungen pro Jahr zählt die auch als Blutkrebs bezeichnete Leukämie zu den seltenen Krebsarten. Männer sind mit einem Anteil von etwa 60 Prozent etwas häufiger betroffen als Frauen. Als Ursache nennt die Deutsche Krebsgesellschaft eine Erkrankung des blutbildenden Systems, die zum unkontrollierten Zellwachstum unreifer Blutkörperchen führt. Als Folge können sich je nach Art der Erkrankung mehr oder weniger stark ausgeprägte Beschwerden einstellen.

Zu den typischen Leukämie-Symptomen zählen vor allem das vermehrte Auftreten von hartnäckigen Infekten und eine verstärkte Blutungsneigung, die sich mit unerklärlich oft auftretenden Blutergüssen oder kleinen roten Punkten im Bereich der Unterschenkel zeigt. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter einer verminderten Leistungsfähigkeit.

Blutzellen mutieren

Bei entsprechenden Anzeichen sollte man seinen Hausarzt aufsuchen, der nach einer Anamnese und Blutanalyse zumeist eine schnelle und sichere Diagnose erstellen kann. Oft erweise sich dann, dass die Beschwerden andere Ursachen haben. Dessen ungeachtet, sollte das Problem umgehend aufgeklärt werden, betont Prof. Dr. Claus Henning Köhne, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie im Klinikum Oldenburg: „Bei einer schweren Leukämie muss sofort mit einer passenden Therapie begonnen werden. Dann kann es auf jeden Tag ankommen.“ Im Klinikum Oldenburg werden pro Jahr rund 100 Leukämie-Patienten behandelt.

Blutzellen stammen von Stammzellen im Knochenmark ab und entwickeln sich zum Lebenstreibstoff Blut, in dem sie reifen und sich immer wieder teilen. Eine Leukämie kann entstehen, wenn Blutzellen in einem frühen Stadium der Zellteilung mutieren. Die dann nicht ausreichend ausgereiften Zellen können in kürzester Zeit viele Milliarden funktionsuntüchtiger Zellen bilden, die gesunde andere Blutzellen verdrängen. Damit können die einzelnen Blutbestandteile nicht mehr ihre Aufgaben – etwa für die Immunabwehr oder die Blutgerinnung – erfüllen.

Die meistens genetisch bedingte Erkrankung tritt gehäuft bei älteren Menschen ab 60 auf. Es können aber auch Kinder und Jugendliche betroffen sein. Der Anteil der unter 15-jährigen Leukämie-Patienten liegt in Deutschland bei etwa vier Prozent.

Akut oder chronisch

Die Medizin unterscheidet im wesentlichen zwischen einer myeloischen und einer lymphatischen Leukämie, die jeweils in einer akuten oder chronischen Form auftreten können. Entscheidend ist dabei die Art der weißen Blutkörperchen, aus denen die Leukämiezellen hervorgehen. Für einen myeloischen Blutkrebs sind Vorläuferzellen der Granulozyten und bei lymphatischen Leukämien Vorläuferzellen der Lymphozyten für die schädliche Zellmutation verantwortlich. Während eine chronische Form der Erkrankung meistens langsam fortschreitend und lange Zeit unbemerkt verläuft, kann eine akute Leukämie eine umgehende Behandlung erfordern.

In der Regel kommt es dann zu schweren Krankheitssymptomen wie großer Schwäche und hohem Fieber, erklärt Prof. Dr. Jochen Casper, leitender Arzt der Universitätsklinik für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie: „Betroffenen geht es häufig sehr schlecht. Sie müssen unverzüglich behandelt werden – am besten in einer speziell auf Leukämie-Erkrankungen ausgerichteten Einrichtung.“

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