Oldenburg - Das Einsatzgebiet einer auch als künstliche Lunge bezeichneten ECMO-Maschine umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen und Verletzungen, die einen vorübergehenden Funktionsausfall der Lunge zur Folge haben. Die Technik kann bei Patienten aus verschiedensten Altersstufen – also auch bei Kindern – hilfreich und lebensrettend sein, betont Priv.-Doz. Dr. Ulf Günther, Leitender Arzt der Intensivstationen 216 und 113 am Klinikum Oldenburg.
Zu den möglichen Indikationen zählen neben schwerwiegenden Lungenschädigungen durch einen Unfall unter anderem eine akute bakterielle Lungenentzündung sowie in den letzten Jahren zusätzlich auch ein besonders schwerer Verlauf einer Covid-Erkrankung.
Anders als beispielsweise ein Dialysegerät ist die ECMO keine dauerhafte Lösung. Die maschinelle Versorgung mit Sauerstoff und die dabei nötige lückenlose Versorgung des Patienten erfolgt auf der Intensivstation. Die Ärzte und Pflegekräfte überprüfen dort neben der Atmung zu jeder Zeit auch die anderen lebenswichtigen Organfunktionen der auf die künstliche Lunge angewiesenen Patienten. Ziel ist immer, dass sich der Patient so weit von der Erkrankung bzw. Verletzung erholt, dass die Lunge nach dem Überstehen der Krise wieder selbst die Sauerstoffversorgung übernehmen kann.
