OLDENBURG - Als Therapie kann vor allem bei leichteren COPD-Fällen eine ärztlich kontrollierte, ambulante Behandlung mit bronchienerweiternden Medikamenten helfen, die unter anderem mit speziellen Atemübungen kombiniert wird. Gut wirksam ist unter anderem die sogenannte Lippenbremse, bei der die Luft möglichst langsam ausgeatmet wird, was wiederum für eine Schonung des geschädigten Bronchiensystem sorgt. Besseres Durchatmen in der Nacht kann eine Sauerstoffmaske ermöglichen.

Eine stationäre COPD-Behandlung ist meistens nötig, wenn der Patient in Folge eines akuten Infekts oder eines stark fortgeschrittenen chronischen Verlaufs unter schwerer Luftnot leidet. Als Soforthilfe wird der Patient mit Sauerstoff und Medikamenten wie etwa Cortison versorgt, mit denen die Lungenfunktion verbessert und das Atmen erleichtert wird.

Um dem Problem auf den Grund zu kommen, wird umgehend eine umfangreiche Anamnese durchgeführt. Bei der Diagnostik sind vor allem Röntgen- und Laboruntersuchungen des Bluts sowie eine Funktionsprüfung der Lunge wichtig, betont Dr. Regina Prenzel. In leichteren Fällen können die Patienten die Klinik oft schon nach fünf bis sieben Tagen wieder verlassen. Bei starken Schädigungen ist meistens eine längere stationäre Behandlung nötig.