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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Präziser Blick ins Körperinnere

23.07.2019

Oldenburg Eine Untersuchung mittels einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und einer Computertomographie (CT) ermöglicht dem Arzt einen gezielten Blick in das Körperinnere, ohne dass ein Endoskop eingeführt oder äußere Strukturen mit einem Schnitt geschädigt werden müssen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin liefern beide Geräte allerdings unterschiedliche Bilder und Informationen. Mit einer gemeinsamen Bildgebung lassen sich durch eine PET-Untersuchung identifizierte Zellbereiche mit einer veränderten Stoffwechselaktivität sehr genau einer bestimmten Gewebeschicht oder einem Organ zuordnen.

Eine Untersuchung reicht

Die bislang vor allem in der Krebsmedizin bewährte PET-Untersuchung ist ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren, das Stoffwechselvorgänge erkennbar macht, die auf krankhafte Veränderungen im Körper hinweisen. Dafür werden dem Patienten sehr kleine Mengen radioaktiv markierter Stoffe – sogenannte Tracer – gegeben, die sich in den Körperzellen verteilen.

Die Tracer können mit der PET-Kamera sichtbar gemacht werden, aber nicht immer exakt in einer bestimmten Struktur lokalisiert werden. Genau das ist mit einer in der Röntgendiagnostik eingesetzten CT möglich. Dieses Gerät arbeitet mit Röntgenstrahlen, die von außen durch den Körper geschickt werden. So entstehen kontrastreiche Aufnahmen, die die genaue Form des Körperinneren abbilden.

Das PET/CT verknüpft die Aufnahmen aus beiden Verfahren zu einem gemeinsamen Bild und sorgt dafür, dass die Vorteile der Untersuchungen bei bestimmten medizinischen Fragestellungen gemeinsam für eine zuverlässige Diagnostik und Behandlung genutzt werden können. „Statt zwei Untersuchungen ist nur noch eine notwendig“, erklärt Dr. Volker Heinrichs, Oberarzt in der Klinik für Nuklearmedizin des Pius-Hospitals Oldenburg. Auf dem per PET/CT gewonnenen Fusionsbild lassen sich die Infos aus beiden Verfahren ablesen, was zusätzliche und präzisere Erkenntnisse bringt.

So lässt sich etwa bei einem Krebsverdacht zugleich lokalisieren, an welcher Stelle sich eine auffällige Gewebestruktur befindet und ob es sich dabei um einen Tumor oder um Tochtergeschwülste handeln könnte. Auf Grundlage eines entsprechenden Befunds können die jeweils relevanten medizinischen Fachleute entscheiden, welche Therapie dem Patienten am besten helfen kann. „Auf Basis des PET/CT lässt sich ein Tumor präzise behandeln oder eine Gewebeentnahme exakt durchführen“, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Größeres Spektrum

Dank der Entwicklung neuer Tracer und Verfeinerung der Technik ist das Einsatzspektrum für PET/CT-gestützte Untersuchungen deutlich größer geworden. Anders als noch vor einigen Jahren wird die bildgebende Technik heute nicht mehr nur in der Krebsmedizin genutzt, berichtet Dr. Heinrichs: „Man kann damit auch Erkenntnisse über Entzündungen gewinnen, die sich zum Beispiel an der Herzklappe oder Gefäßprothesen gebildet haben.“

Darüber hinaus lassen sich mit dem Verfahren frühzeitig Hinweise für eine demenzielle Erkrankung finden. Besonders vielversprechend sind die Ergebnisse in der Alzheimer-Diagnostik, da sich mit dem PET/CT verschiedene Ablagerungen im Gehirn darstellen lassen, die ohne dieses Gerät oft nicht erkennbar sind. So lässt sich deutlich verlässlicher sagen, ob erste typische Symptome wirklich auf Alzheimer oder eine andere Erkrankung hinweisen. Der Ausschluss einer Alzheimer-Erkrankung gelingt mittels PET/CT mit großer Sicherheit.

Ob der Einsatz des PET/CT sinnvoll ist, wird im Pius-Hospital von einem interdisziplinären Ärzteteam entschieden, dessen Zusammensetzung von der Erkrankung abhängt. So arbeiten etwa bei der Aufklärung eines Prostatakrebs-Verdachts die Radiologen und Nuklearmediziner eng mit den Urologen und Onkologen zusammen.

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