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Nasennebenhöhlen: Wenn das Atmen behindert ist

04.05.2021

Oldenburg Durch eine verstopfte und verschleimte Nase ausgelöste Atemprobleme sowie drückende Kopfschmerzen, die sich bis in die Kiefer, die Stirn und rund um die Augen ausbreiten können: Eine akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen verursacht oft einen erheblichen Leidensdruck. Als weitere Symptome kommen mitunter ein eingeschränkter Geruchssinn und Fieber hinzu. Die Schmerzen verstärken sich meistens, wenn man den Kopf abwärts nach vorn bewegt oder den betroffenen Bereich mit dem Finger beklopft.

Pro Jahr erfolgen bundesweit mehr als sechs Millionen ärztliche Behandlungen wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung. Bei vielen Betroffenen geht der Erkrankung eine durch Atemwegsviren ausgelöste Erkältung oder ein grippaler Infekt voraus. Seltener entsteht die Erkrankung durch bakterielle Erreger oder im Zuge einer Superinfektion, bei der im Zuge einer viralen auch eine bakterielle Besiedlung erfolgt, berichtet Dr. Wolfgang Bodem, Facharzt für HNO-Heilkunde in Oldenburg. Eine medizinisch auch als Sinusitis bezeichnete Nasennebenhöhlenentzündung könne zudem durch eine Zahnwurzelentzündung im Oberkiefer oder eine Pilzbesiedlung ausgelöst werden.

Mehrere Bereiche

Als Nasennebenhöhlen werden vier unterschiedliche, von der Stirn bis zum Oberkiefer reichende Bereiche bezeichnet, die auf beiden Seiten sowie über und teils hinter der Nase angesiedelt sind – die Kiefernhöhlen, die Siebbeinzellen, die Stirnhöhle und die Keilbeinhöhle. Bei ihnen handelt es sich jeweils um luftgefüllte mit Schleimhaut ausgekleidete Hohlräume, die über kleine Kanäle in der Kieferwand mit der Nasenhöhle verbunden sind.

Für eine akute Entzündung einer oder mehrerer Nasennebenhöhlen sind meistens virale oder seltener auch bakterielle Erreger verantwortlich. Ein Infekt der oberen Luftwege sorgt im Anschluss an eine Erkältung oder Grippe bei bis zu 2,5 Prozent der Betroffenen auch für eine Sinusitis. Bei gesunden Menschen tragen etwa im Nasenschleim enthaltene Antikörper dazu bei, dass schädliche Keime am Eindringen in den Organismus gehindert werden. Die Atemluft wird von Fremdkörpern gereinigt, die mittels synchronisiert schlagender Flimmerhärchen der Schleimhäute mit dem Schleim aus der Nase abtransportiert werden.

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung bilden sich Schwellungen, die zugleich die Luftzirkulation und den Abfluss des Sekrets behindern, das im Zuge des natürlichen Reinigungsprozesses gebildet wird. Die mit Viren und Bakterien besiedelte Flüssigkeit verbleibt dann in den Nasennebenhöhlen, wo sich die potenziellen Krankmacher massiv vermehren können.

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Zähflüssiger Schleim

Abgesehen von körperlichen Beschwerden ist grün-gelblicher, oft zähflüssiger Schleimauswurf ein typischer Hinweis auf die Besiedlung.Bei vielen Betroffenen lassen sich die Symptome durch den Einsatz abschwellender, in der Apotheke ohne ärztliches Rezept erhältliche Sprays sowie mit pflanzlichen Schleimlösern lindern. Nach dem Abklingen einer Erkältung oder Grippe verschwinden die Symptome meistens nach ein bis zwei Wochen von selbst. Wenn die Beschwerden nicht zurückgehen oder sehr stark sind, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden, betont Dr. Bodem. Den meisten Patienten könne man heute mit einer medikamentösen Therapie sehr gut helfen. In seltenen Fällen könne aber auch ein operativer Eingriff nötig sein.

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