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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Palliativmedizin: Unnötiges Leid verhindern

16.02.2021

Oldenburg Wenn nach ärztlichem Ermessen alle Optionen für die Heilung einer schweren Erkrankung ausgeschöpft sind, kann die Palliativmedizin vielen Betroffenen die verbleibende Lebenszeit erleichtern. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht vor allem, dem unheilbar kranken Menschen eine weitgehend gute Lebensqualität zu ermöglichen. Dazu gehört in erster Linie, dass sie ihre letzten Wochen, Monate oder mitunter auch Jahre so gut es geht selbstbestimmt, in Würde und ohne unnötiges Leid verbringen können.

Dabei steht anstelle des technisch Machbaren immer der ganze Mensch mit all seinen körperlichen, psychischen und sozialen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Welche Versorgung und Hilfestellungen für Palliativ-Patienten sinnvoll sind, ist je nach Art und Stadium der Erkrankung sowie der persönlichen Lebenssituation des Erkrankten sehr unterschiedlich.

„Die Behandlung zielt darauf ab, dass im Einvernehmen mit dem Patienten und seinen Angehörigen eine individuell passende Lösung gefunden wird“, betont Chefarzt Dr. Heinrich Klingler, Leiter der Klinik für Palliativmedizin im Klinikum Oldenburg. Das könne auch bedeuten, dass sich der Erkrankte bewusst gegen eine weitere stark belastende Therapie entscheidet, mit der sich die Lebenserwartung wahrscheinlich nur geringfügig verlängern lässt.

Interdisziplinäres Team

Vor allem, wenn die Erkrankung schwerwiegende Akutbeschwerden verursacht, kann die Behandlung in der Palliativstation eines Krankenhauses unumgänglich sein. Dort steht ein interdisziplinäres Team mit Fachkräften aus allen relevanten Fachgebieten bereit, das mit den besonderen Anforderungen der Palliativmedizin vertraut ist, und dem schwer kranken Menschen in einer gesundheitlichen Notlage zielgerichtet helfen kann. Die Überweisung erfolgt häufig durch den Hausarzt. Es kommt aber auch vor, dass Palliativpatienten von einer anderen Station überwiesen werden oder als akuter Notfall in die Klinik kommen.

Starke Schmerzen, Luftnot, akute Blutungen, heftige Übelkeit mit Erbrechen sowie eine in Folge lange Zeit anhaltender Appetitlosigkeit entstandene körperliche Schwäche sind abgesehen von anderen organischen Funktionsstörungen die häufigsten Gründe für die Aufnahme in eine Palliativstation. Nicht selten kommen heftige seelische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen hinzu – bis hin zum Suizidwunsch. Dank gut wirksamer Medikamente und Therapieverfahren gelingt es oft, die Akut-Symptome zu lindern und den Zustand des Patienten zu stabilisieren, berichtet Dr. Klingler: „Viele Patienten fühlen sich nach einiger Zeit besser und können nach Haus oder in eine betreute Einrichtung zurückkehren.“

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Die Palliativmedizin ist eine Fachrichtung mit unterschiedlichen Disziplinen. Sie verbindet den medizinischen Bereich mit Angeboten, die auf psychosoziale und wenn gewünscht auch spirituelle Bedürfnisse des Patienten eingehen. Zum Team einer stationären Einrichtung gehören neben Ärzten, Pflegekräften sowie Physio-, Kunst- und Musiktherapeuten unter anderem auch Psychologen, Seelsorger und Sozialarbeiter.

Vorrangige Aufgabe der Ärzte einer Palliativstation ist zunächst, eine drohende Lebensgefahr mittels angemessener von von den Patienten akzeptierter Maßnahmen abzuwenden. Zudem steht die Linderung der Beschwerden im Fokus, was sich oft durch den gezielten Einsatz von Medikamenten erreichen lässt.

NWZonline.de/gesundheit
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