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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Senk- und Spreizfüße: Wenn jeder Schritt schmerzt

12.10.2021

Oldenburg Ein perfekt geformter Fuß steht auf drei knöchernen Belastungspunkten. Neben der Ferse zählen dazu die Köpfchen des ersten und des fünften Mittelfußknochens. Zum Fuß gehören zudem die beim Stehen stabilisierenden Zehen sowie der gewölbte Mittelfuß, der bei fußgesunden Menschen den Boden beim Gehen nahezu nicht berührt. Zur Stabilität und Beweglichkeit trägt ein komplexes Bänder-, Sehnen- und Muskelsystem bei, das die Füße von der großen Zehe bis zur ganz hinten sitzenden Fersenspitze durchzieht.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass in Deutschland ein Großteil der Bevölkerung mit einer Fehlstellung der Füße lebt, die entweder angeboren ist oder sich Verschleiß-bedingt im Alter entwickelt. In den meisten Fällen handelt es sich um moderate Formen eines Senk-, Spreiz- oder Knickfußes, die keine relevanten Symptome auslösen, betont Dr. Bernd Möhring, Chefarzt Orthopädie im Reha-Zentrum Oldenburg: „Fehlstellungen der Füße verursachen oft keine Beschwerden. Meistens ist dann keine Behandlung erforderlich.“

Das Vorgehen sollte individuell mit dem Orthopäden besprochen werden, damit der richtige Zeitpunkt für Behandlungsmaßnahmen nicht verpasst wird. Wenn sich Schmerzen und Funktionseinschränkungen einstellen, muss gehandelt werden. In diesen Fällen muss zunächst der Orthopäde mit Untersuchungen der Fußsohle und des Fußgewölbes abklären, welche Fehlstellung vorliegt und wie ausgeprägt diese ist.

Fußgewölbe aufrichten

Zum Ausgleich eignen sich abgesehen von einem gezielten Muskeltraining vor allem individuell angepasste orthopädische Schuheinlagen, die das Fußgewölbe aufrichten und und unterstützen, erklärt Dr. Möhring: „Die meisten Patienten können damit eine weitgehende Beschwerdefreiheit erreichen.“ Durch das Tragen der Einlagen könne zudem der ansonsten fortschreitende Degenerationsprozess der beteiligen Knochen-, Bänder- und Muskelstrukturen aufgehalten werden.

Das wesentliche Problem bei einem auch als Plattfuß bekannten Senkfuß ist, dass es zu einem Abflachen des Fußgewölbes kommt. Bei einem ausgeprägten Verlauf setzt neben den drei dafür vorgesehenen Belastungspunkten auch die zwischen der Ferse und dem Ballen liegende Fußmitte bei jedem Schritt auf. Da dies nicht zur natürlichen Konstruktion des Fußgewölbes passt, können früher oder später Beschwerden entstehen, die sich ohne Gegenmaßnahmen verschlimmern und im schlimmsten Fall jeden Spaziergang zur Qual machen.

Hallux Valgus möglich

Typisches Merkmal eines Spreizfußes ist die Absenkung des Quergewölbes, als dessen Folge die Mittelfußknochen deutlich breiter aufgestellt sind als bei einem normal geformten Fuß. Zusätzlich zu dem dadurch erzeugten Leidensdruck entwickelt sich bei vielen Betroffenen ein Hallux Valgus, bei dem sich der Ballen des großen Zehs nach innen vergrößert – was zu weiteren, oft noch unangenehmeren Druckschmerzen führt.

Bei Kindern und Jugendlichen können sich Fehlstellungen der Füße bis zum Abschluss des Wachstumsprozesses oft von selbst regulieren. Nach Abschluss des Fußwachstums ist keine spontane Heilung mehr möglich. Von Beschwerden geplagte Betroffene sind dann in der Regel lebenslang auf Schuheinlagen oder andere orthopädische Hilfsmittel angewiesen. In schweren Fällen kann sogar eine Operation zur Korrektur der Fehlstellung nötig sein.

NWZonline.de/gesundheit
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