Oldenburg - Bei der Behandlung einer schweren Atemnot kommt es zunächst darauf an, die Ursachen zu finden und die auslösende Primärerkrankung mittels einer individuell angepassten Therapie so gut es geht zu beseitigen. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen reicht das oft aber nicht zur Wiederherstellung einer zufriedenstellenden und gesundheitlich unbedenklichen Atemfunktion aus.
In diesen Fällen kann über die kausale Therapie hinaus eine symptomorientierte Behandlung erforderlich sein, berichtet die Deutsche Lungenstiftung. Betroffene können dann mittels nicht-pharmakologischer Maßnahmen einen besseren Umgang mit der Atemnot lernen. Sie profitieren etwa von Gehhilfen oder Rollatoren, deren Einsatz die Atemmuskulatur unterstützen und somit zu einer besseren Mobilität beitragen.
Zudem können spezielle Übungen unter Anleitung eines Therapeuten zur Optimierung der Atemtechnik und zur Stärkung der Atemmuskulatur sinnvoll sein. Bei einem dauerhaft verringerten Sauerstoffgehalt im Blut kann auch eine Langzeit-Sauerstofftherapie in Betracht kommen. Den Patienten wird dann über Nasensonde oder Nasenbrille zeitweise oder permanent Sauerstoff zugeführt. Darüber hinaus kann regelmäßige körperliche Aktivität – am besten unter ärztlicher Kontrolle – zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und damit auch der Lebensqualität beitragen. Hilfreich kann die Teilnahme an einer Lungensportgruppe sein.
