OLDENBURG - Lungenkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Bei Frauen liegt der Lungenkrebs gleich hinter dem Mammakarzinom in der Brust auf Platz zwei, wobei aktuelle Statistiken zeigen, dass die Fallzahl bei den weiblichen Betroffenen kontinuierlich steigt.
Als Hauptursache für das Entstehen eines Tumors in der Lunge nennen Dr. Douglas Scriba und Dr. Hans-Georg Dercken übereinstimmend den Nikotingenuss. Wer viele Jahre regelmäßig geraucht habe, zähle zur Risikogruppe Nummer eins. Rauchen im Jugendalter sei nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen besonders schädlich, da die Organe dann noch im Wachstum seien und sehr sensibel auf hochgiftige Stoffe wie etwa Nikotin regieren würden.
Die Heilungschancen sind dank verbesserter Therapiemöglichkeiten und neuer Medikamente zwar stetig gesteigert worden. Gleichwohl zähle der Lungenkrebs auch heute noch zu den besonders schwer heilbaren Krebsarten. Tückisch sei die Erkrankung auch deshalb, weil sich typische Beschwerden – beispielsweise chronischer Husten, blutiger Auswurf oder dauernde Kurzatmigkeit – zumeist erst dann bemerkbar machen würden, wenn ein fortgeschrittenes Stadium erreicht sei, betont Dr. Scriba.
Wirklich gut seien die Chancen auf eine dauerhafte Heilung nur, wenn der Lungenkrebs frühzeitig erkannt werde. Der behandelnde Arzt könne auf einem Röntgenbild von der Lunge schon sehr kleine Karzinome erkennen. Für eine genauere Identifikation kann er in einem nächsten Schritt eine Computertomographie (CT) nutzen, die dem Arzt – praktisch Schicht für Schicht – einen noch genaueren Einblick in das Körperinnere ermöglicht.
Eine noch genauere Untersuchungsart biete die Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT), bei der eine leicht radioaktiv markierte Zuckerlösung eingespritzt werde, die befallene Lymphknoten kurzzeitig „zum Leuchten“ bringe.
