Oldenburg - Ein frühzeitig ermittelter Verdacht auf einen bösartigen Tumor im Lungengewebe kann in spezialisierten Einrichtungen ohne Zeitverlust mit anderen für die Krebsbehandlung relevanten Fachdisziplinen wie der Onkologie, der Radiologie, der Pneumologie und der Thoraxchirurgie aufgeklärt werden. „Wenn sich bei einem CT-Screening der Lunge unerklärliche kleine Flecken oder Schatten auf dem Computerbild zeigen, kann die Entnahme einer Gewebeprobe nötig sein“, so Dr. Douglas Scriba, Leitender Arzt der Abteilung für Thoraxchirurgie im Pius-Hospital Oldenburg.
Die Entnahme des Lungengewebes erfolgt mit einer thoraxchirurgischen Operation, bei der zwei kleine Schnitte am Brustkorb als Zugang ausreichen. Von dort aus werden eine kleine Kamera und die zum Abtragen der Gewebeproben benötigten Instrumente eingeführt. Der unter Vollnarkose durchgeführte minimal-invasive Eingriff ist in der Regel nach 15 bis 30 Minuten abgeschlossen.
Die entnommenen Proben werden umgehend von einem Pathologen im Labor weiter untersucht. Das Ergebnis liegt meistens schon nach kurzer Zeit vor, wobei der Krebsverdacht längst nicht immer bestätigt wird. Im besten Fall werden zunächst keine bösartigen Tumoren im Lungengewebe gefunden. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte das CT-Screening – wenn es einsetzbar ist – insbesondere bei Menschen mit einem erhöhten Lungenkrebs-Risiko durchgeführt werden.
