Oldenburg - Ein Vorhofflimmern kann zahlreiche Symptome verursachen, die bei jedem Betroffenen unterschiedlich stark und oft auftreten können. Bei sehr starken Beschwerden lässt sich das Vorhofflimmern bei vielen Patienten so weit regulieren, dass die Symptome erheblich erträglicher werden oder sogar ganz verschwinden, berichtet Dr. Hanno Oswald: „Es gibt Patienten, bei denen die Probleme nach einer entsprechenden Behandlung nie wieder auftreten.“
Erreichen lässt sich die Beschwerdelinderung einerseits mittels einer medikamentösen Therapie mit Tabletten oder der kontrollierten Gabe von Elektroschocks in Schlafnarkose. Zunehmend bewährt habe sich ein schonender, als Vorhofflimmerablation bezeichneter Katheter-Eingriff, bei dem im Herzvorhof gezielt die Gewebestrukturen verödet werden, die für die elektronischen Signalstörungen verantwortlich sind. „Diese Bereiche können genau identifiziert sowie mit modernen Techniken verödet und damit isoliert werden“, erklärt Dr. Oswald, der mit seinem Team im Klinikum Oldenburg pro Jahr 250 bis 300 entsprechende Eingriffe durchführt.
Die Entfernung des Problemgewebes kann mittels Hitze oder Kälte erreicht werden. Der Kardiologe führt dem Patienten dafür von der Leiste aus ein Katheter in den Herzvorhof, mit dem das Gewebe verdampft oder vereist – und damit verödet – wird. Da der Rest des Vorhofgewebes unbeschadet bleibt, ist die für die Auslösung der Herzschläge entscheidende Signalübertragung weiter sichergestellt.
