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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Wenn das Herz aus dem Takt ist

24.01.2019

Oldenburg Der Puls rast, und das Herz schlägt bis zum Hals. Dazu können innere Unruhe, Abgeschlagenheit, vermehrtes Schwitzen und mitunter auch Atemnot und Schwindelgefühle kommen. Einige Patienten spüren dagegen keine Symptome. Ursache der Beschwerden kann ein aus dem Takt geratener Herzschlag sein, der für eine unnatürlich schnelle oder zu langsame Herzfrequenz sorgt: dem sogenannten Vorhofflimmern. Ein typisches Anzeichen für diese Form der Herzrhythmusstörung ist ein unregelmäßiger Pulsschlag, der bei herzgesunden Menschen im Ruhezustand in der Regel zwischen 60 und 90 Schlägen pro Minute liegt. Bei einem akuten Vorhofflimmern werden im Sitzen oder Liegen oft Werte erreicht, die sonst allenfalls nach großen körperlichen Anstrengungen gemessen werden.

Schlaganfall-Risiko

Eine durch das Vorhofflimmern ausgelöste unregelmäßige oder erhöhte Herzfrequenz ist zwar selbst keine lebensbedrohliche Erkrankung. Ohne eine qualifizierte medizinische Behandlung kann es aber zu gefährlichen Komplikationen kommen, erklärt PD. Dr. Hanno Oswald, Leitender Arzt Rhythmologie in der Universitätsklinik für Kardiologie des Klinikums Oldenburg: „Vorhofflimmern begünstigt vor allem das Entstehen einer Herzinsuffizienz sowie eines schweren Schlaganfalls, die beide zu bleibenden Funktionseinschränkungen führen oder tödlich verlaufen können.“

Zudem ist das Risiko für Gefäß- und Nierenerkrankungen erhöht. Das gilt insbesondere dann, wenn der Betroffene mit weiteren chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes lebt.

Viele Betroffene bemerken das Vorhofflimmern nicht oder nehmen das Problem lange Zeit hin, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Seltene oder mild verlaufende Episoden werden zumeist nicht als wesentliche Einschränkung der Lebensqualität empfunden, berichtet Dr. Oswald: „Eine Herzrhythmusstörung wird mitunter erst festgestellt, wenn es bereits zu einem Schlaganfall gekommen ist.“

Tatsächlich treten die Krankheitssymptome bei den meisten Betroffenen zunächst vereinzelt auf und verschwinden nach einer überschaubaren Episode für einige Zeit von selbst wieder. Später stellt sich das Herzrasen immer häufiger ein und kann bei einem schweren Verlauf für einen permanenten Leidensdruck sorgen. Ausgelöst wird das Problem durch fehlerhafte elektrische Signale, die das Herz bei gesunden Menschen in einem regelmäßigen verträglichen Takt halten.

Bei einem Vorhofflimmern ist dieser medizinisch als Sinusrhythmus bezeichnete Vorgang gestört. Zumeist ausgehend vom rechten Vorhof des Herzens kommt es zu heftigen unkontrollierten Erregungen, die sich über beide Vorhöfe bis in die Herzkammern ausbreiten. Als Folge wird der Blutfluss gestört. Statt in die Herzkammern gepumpt zu werden, verbleibt ein Teil des Bluts in den Vorhöfen und staut sich dort.

Nährstoffmangel im Blut

„Die Taktstörung führt dazu, dass die Pump-Funktion des Herzens eingeschränkt ist“, betont Dr. Oswald. Durch den gehemmten Blutfluss kann es je nach Ausprägung der Erkrankung zu einer Mangelversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff kommen, was der Grund für eine nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit ist. Eine gefährliche Folge ist, dass sich Plaques und Gerinnsel in den Gefäßen bilden können, die im schlimmsten Fall einen akuten Schlaganfall auslösen.

Ein Diabetes mellitus oder Bluthochdruck sind oft mitverantwortlich für das Vorhofflimmern. Bei der Behandlung kommt es neben der Symptomlinderung in erster Linie auf eine möglichst effektive Therapie der auslösenden Erkrankung an. Nur so kann das Risiko für eine schwere Herzerkrankung und/oder einen Schlaganfall nachhaltig reduziert werden.

Abgesehen von den dafür geeigneten medizinischen Möglichkeiten kann auch der Patient mit einem gesünderen Lebensstil zum Therapieerfolg beitragen.

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