• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Betroffene müssen mit Schmerzen und Komplikationen rechnen

28.01.2020

Oldenburg Der Magen zählt nach dem Mund und der Speiseröhre zu den Stationen des Verdauungssystems, das die aufgenommene Nahrung aufspaltet und die Versorgung des Körpers mit Energie und Nährstoffen sicherstellt. Der im Mund mit Speichel angereicherte Speisebrei gelangt nach dem Transport durch die Speiseröhre in den Magen, wo die Nahrung zersetzt wird, bevor sie zur weiteren Verwertung in den Dünndarm sowie später in den Dick- und den Enddarm weitergegeben wird. Dort werden am Ende der Verdauungskette über den After die unverdaulichen Nahrungsbestandteile nebst Bakterien, Schleim und Wasser ausgeschieden.

Lange Zeit unerkannt

Für die Zersetzung des Speisebreis sorgt der in der Magenschleimhaut erzeugte Magensaft. Die Schleimhaut schützt zugleich die sensiblen Magenwände vor Keimen und Magensäure. Wenn dieser Schutzmechanismus gestört ist, können Entzündungen und Verletzungen der Magenschleimhaut entstehen. Als Folge können sich Geschwüre entwickeln, die eine Wunde in der Magenwand sind.

Je nach Größe und Tiefe des medizinisch als Ulkus bezeichneten Geschwürs kann es zu mehr oder weniger starken Beschwerden und selten auch zu gefährlichen Komplikationen kommen, erklärt Dr. Mirko Vonderach, der als Mitinhaber einer gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis in Oldenburg regelmäßig Ulkus-Patienten behandelt. Die Geschwüre bilden sich meistens im unteren Bereich des Magens kurz vor dem Übergang in den Dünndarm oder im Eingangsbereich des Zwölffingerdarms, der die erste Station des Dünndarms ist.

Typische Erkrankungsanzeichen sind oft über Wochen anhaltende Schmerzen im Oberbauch, die zumeist nach der Nahrungsaufnahme, aber auch in Essenspausen auftreten können. Insbesondere oberflächliche und kleine Magengeschwüre bleiben häufig lange Zeit unerkannt, da sie nur mäßige Beschwerden bereiten. Eine Linderung lässt sich mitunter zunächst mit säure-hemmenden Medikamenten erreichen, die frei verkäuflich ohne ärztliches Rezept erhältlich sind. „Wenn die Schmerzen auch nach längerer Zeit verbleiben oder stärker werden, sollte man das Problem vom Arzt abklären lassen“, empfiehlt Dr. Vonderach. Abgesehen von dem unnötig hingenommenen Leidensdruck besteht ansonsten die Gefahr, dass ein großes, tief gehendes Geschwür entsteht, das weitere Komplikationen verursachen kann.

Lesen Sie auch:
Magensäureproduktion verringern

Therapie
Magensäureproduktion verringern

Magenspiegelung hilft

Ob sich ein Magengeschwür gebildet hat und wie ausgeprägt es ist, kann ein Gastroenterologe mittels einer Magenspiegelung innerhalb weniger Minuten sicher aufklären. Im Rahmen der fast immer ambulant durchgeführten Untersuchung können im Mageninneren auch verdächtige Veränderungen wie etwa frühe Stadien eines bösartigen Tumors erkannt werden. Bei der zumeist drei bis fünf Minuten dauernden Magenspiegelung wird dem Patienten über Mund, Rachen und Speiseröhre ein Endoskop in den Magen geführt, das am Ende mit einer leistungsstarken Optik versehen ist, die einen genauen Blick auf alle relevanten Stellen ermöglicht.

Lesen Sie auch:
Starke Blutung  ist ein Notfall

Starke Blutung ist ein Notfall

Bei der endoskopischen Untersuchung kann der Arzt zudem kleine Blutungen stillen oder Gewebeproben entnehmen, mit deren Hilfe sich die Ursache des Magengeschwürs aufklären lässt. Für die Spiegelung wird der Patient durch eine lokale Betäubung oder eine Schlafspritze für wenige Minuten ruhig und schmerzfrei gehalten. In der Regel kann man die Praxis nach rund einer Erholungs-Stunde wieder verlassen.

Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.