• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Wildkräuter: Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen

28.05.2022

Oldenburg Schon allein der Spaziergang durch Wald und Wiesen macht glücklich. Und wer die Augen offen hält, der findet mit Sicherheit einige Wildkräuter, die sich super zum Verzehr oder für andere wohltuende Dinge eignen – sei es als gesundheitsfördernder Tee, im Salat, als Tinktur bei Entzündungen oder als entspannendes Badesalz.

Sammeln will gelernt sein

Verschiedene Bücher, Bestimmungs-Apps oder auch Kurse können dabei helfen, wertvolle heimische Kräuter kennenzulernen und von eventuell giftigen Pflanzen, die ihnen ähnlich sehen, zu unterscheiden. Ein Tipp von Kräuterpädagogin Marion Reinhardt: „Sammle nur Kräuter, die du sicher erkennst.“ Dafür genügen oft schon drei Merkmale, wie zum Beispiel die Farbe und die Form der Blüte, die Blätter, die Früchte, der Geruch oder auch der Standort. Übrigens: Die beste Erntezeit ist vormittags, wenn der Tau abgetrocknet ist, wobei man Blüten am besten dann pflückt, wenn sie frisch erblüht sind. „Wenn sie viele ätherische Öle enthalten, dann lieber vor der Mittagssonne ernten, denn die lässt sie einfach verduften“, so die Kräuterexpertin.

Die richtige Verarbeitung

„Um die wertvollen Vitalstoffe und Aromen nicht herauszuspülen, sollte man die Kräuter an unbelasteten Stellen sammeln und vor der Zubereitung am besten nicht waschen“, weiß Kräuterpädagogin Marion Reinhardt. Zum Trocknen sollte man die Blüten und Blätter am besten mehrmals wenden und an einem luftigen, schattigen und warmen Ort aufbewahren. Doch es gibt noch andere Arten des Konservierens: Mit Salz und Zucker lassen sich beispielsweise verschiedenfarbige Variationen herstellen. Auch ein leckeres Pesto lässt sich hervorragend aus Kräutern, Öl und Nüssen herstellen. Gut verschlossen hält es ungefähr drei Wochen im Kühlschrank.

Als Tee bei Erkältung

Ein köstlicher Aufguss geht zu jeder Jahreszeit – insbesondere, wenn er dabei noch gegen das ein oder andere Zipperlein helfen kann. Da ist beispielsweise das Gänseblümchen, das wohl in fast jedem Garten wächst. Ein Tee regt den Stoffwechsel an und lindert Husten. Äußerlich angewendet kann er auch zur Wundbehandlung eingesetzt werden. Für eine Tasse aus Blättern und Köpfchen (zwei Teelöffel frische oder ein Teelöffel getrocknete) mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und acht bis zehn Minuten ziehen lassen. Dreimal täglich eine Tasse trinken. Auch ein Tee aus Spitzwegerich lindert Atemwegsbeschwerden, ein Kaltauszug insbesondere Reizhusten. Möglich ist auch das Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Für eine Tasse benötigt man einen Teelöffel getrocknete oder zwei Teelöffel frische Spitzwegerichblätter, die gut zerkleinert und mit einer Tasse kaltem Wasser übergossen werden. Ein bis zwei Stunden ziehen lassen, danach abseihen und den Tee erwärmen. Mehrmals täglich eine Tasse trinken. Sehr gut bei Erkältung und auch bei Fieber ist die Lindenblüte, deren Duft schon von weitem wahrzunehmen ist. Ein Tee wirkt schweißtreibend, stärkt das Immunsystem und ist beruhigend. Für ein bis zwei Tassen einen Esslöffel klein geschnittene Lindenblüten mit 250 ml heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und fünfmal täglich eine Tasse möglichst heiß trinken. Danach unbedingt ruhen.

Umschläge aus frischem Grün

Sowohl Giersch als auch Vogelmiere eignen sich hervorragend als Frischpflanzenumschlag insbesondere bei Rheuma oder Gicht. Nicht zu vergessen: Diese Wildkräuter sind fast überall zu finden. „Gierschblätter wirken entzündungshemmend und harnsäurelösend. Die Umschläge können auch bei Insektenstichen und Verbrennungen angewendet werden“, sagt Marion Reinhardt. Die Menge der frischen Gierschblätter hängt von der Größe der zu behandelnden Stelle ab. Für den großen Zeh reicht eine Handvoll. Die Blätter im Mörser zu einer breiigen Masse verarbeiten, zwischen Mullkompressen verteilen und mit einer elastischen Mullbinde fixieren. Mehrere Stunden einwirken lassen und mehrmals täglich wiederholen. Ähnlich sieht es bei der Vogelmiere aus. Sie wird ebenfalls zu einem Brei verarbeitet, auf ein dünnes Baumwolltuch gestrichen, eingeschlagen und auf die betroffene Hautstelle gelegt. Etwa 45 Minuten wirken lassen. Der Umschlag hilft auch bei Insektenstichen, Rückenschmerzen und Verspannungen im Nacken.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.