OLDENBURG - Diabetiker mit einer Störung der Schmerzwahrnehmung und Durchblutung sowie wiederholt aufgetretener Fußgeschwüre gelten in Deutschland inzwischen als Hochrisikopatienten, da sich jederzeit eine neue Wunde bilden kann, die sich mitunter entzündet oder – im schlimmsten Fall – von gefährlichen Keimen besiedelt wird.
Immer kontrollieren
Betroffene sind auf die qualifizierte medizinische Behandlung und Wundversorgung in einer möglichst interdisziplinär ausgerichteten diabetologischen Fußambulanz angewiesen.
Für einen dauerhaften Behandlungserfolg muss aber vor allem der Patient dann selbst einen entscheidenden Beitrag leisten.
Betroffene Diabetiker müssen sich neben der ohnehin erforderlichen Kontrolle und Regulation der Blutzuckerwerte jeden Tag aufs Neue mit viel Ausdauer und Geduld um die sorgfältige Pflege ihrer Füße kümmern, berichtet Dr. Peter Troschel.
Er fügt an: „Das ist schwierig, weil die Patienten wegen der Polyneuropathie oft leider zunächst nichts von einer Verletzung bemerken.“
Im Akutfall – etwa bei einer Wundinfektion – ist sogar ein stationärer Klinikaufenthalt nötig. Wichtig ist dann naturgemäß neben der Gabe von Antibiotika sowie der Wundversorgung häufig auch die Ruhigstellung des vom der Wimdomfeltopm betroffenen Fußes.
Sinnvoller Ballon
Bei stark verengten Fußgefäßen kann auch eine Aufdehnung mittels eines Ballons sinnvoll sein, der über die Leiste durch einen Katheter an die betroffene Stelle geführt wird. Damit kann man die verminderte Durchblutung deutlich verbessern.
