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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Für ein Kinderlachen ohne Lücke

17.09.2019

Oldenburg Beim Spielen oder beim Sport kann es bei Kindern und Jugendlichen jederzeit zu einem Unfall kommen, als dessen Folge ein Zahnstück abbricht oder sogar der gesamte Zahn inklusive Wurzel verloren geht. Fachgesellschaften schätzen, dass in Deutschland mehr als die Hälfte der Jugendlichen bis zu ihrem 17. Lebensjahr ein Zahntrauma erleiden, wobei Jungen dreimal so häufig betroffen sind wie Mädchen. Besonders oft kommt es zu Verletzungen der Schneidezähne. Auch die anderen Zähne können betroffen sein.

Die Behandlung und die Prognose hängen – abgesehen von der Art und Schwere der Verletzung – entscheidend vom Alter des Patienten ab. Anders als ein im Grundschulalter von selbst ausfallender Milchzahn sollten die bleibenden Zähne grundsätzlich wiederhergestellt werden. Damit dies möglich ist, sollte man das verloren gegangene Zahnstück suchen und ohne Säuberung oder Desinfektion am besten in einer speziell ausgestatteten Zahnrettungsbox sichern. Die unter anderem mit substanzerhaltenden Flüssigkeiten versehene Box kann man etwa in einer Apotheke erwerben. Zudem sollten Kindergärten, Schulen, Bäder und Sportstätten damit ausgestattet werden.

In die Rettungsbox

Ein abgebrochenes Zahnstück kann man überall anfassen und sollte, wie es ist, in die Rettungsbox oder ein sauberes, feuchtes Tuch gelegt werden. Einen komplett ausgeschlagenen Zahn darf man wegen der ansonsten drohenden Infektionsgefahr ausschließlich an der Krone und keinesfalls an der Wurzel berühren. Da es bei der Wiederherstellung des Zahns auf jede Minute ankommen kann, erfordert ein Zahntrauma stets eine umgehende zahnärztliche Versorgung. Die ausgewählte Praxis oder Zahnklinik sollte möglichst schon vor dem Eintreffen telefonisch verständigt werden, damit der kleine Patient ohne Zeitverlust behandelt werden kann.

Im Verletzungsfall stellt sich neben dem Schmerz und dem Schrecken oft auch die Angst vor einen bleibenden Schädigung ein – auch, weil die Verletzungswunde mitunter stark blutet und der gesamte Mundbereich entsprechend schlimm aussieht. In seltenen Fällen könne es dazu kommen, dass ein im Kindes- oder Jugendalter angeschlagener Zahn nicht dauerhaft erhalten bleiben kann. Meistens könne man aber sehr gut und nachhaltig helfen, berichtet Kinderzahnärztin Johanna Maria Kant, 1. Vorsitzende des Bundesverbands der Kinderzahnärzte mit Praxis in Oldenburg: „Eine Zahnverletzung heilt nach einer umgehenden qualifizierten Behandlung oft folgenlos aus.“

Beruhigende Ansprache

Ein Zahntrauma sei ein Notfall, der Vorrang hat und sofort behandelt werden muss. Die Verletzung sehe nach einer behutsamen Säuberung der Wunde längst nicht mehr so bedrohlich aus, erklärt Kant: „Das trägt zusammen mit einer beruhigenden Ansprache des behandelnden Teams in der Regel dazu bei, dass sich die Aufregung bei dem Kind und seinen Eltern deutlich legt.“

Die stets unter Betäubung des verletzten Bereichs durchgeführte Behandlung beginnt mit einer genauen Begutachtung der von Blut und Schmutz befreiten Wunde. Insbesondere bei einer leichten Verletzung wie etwa einem glatten Abbruch eines kleinen Schneidezahnstücks kann das Kind oft schon nach kurzer Zeit wieder unbeschwert und ohne Zahnlücke lachen. Der abgebrochene Teil des Zahns lässt sich häufig ohne größere Probleme wieder anpassen und fest mit dem verbliebenen Teil der Zahnsubstanz verkleben.

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