Oldenburg - Die zahnmedizinische Wissenschaft hat bei der effektiven und nachhaltigen Parodontitis-Behandlung große Fortschritte gemacht. Nach den aktuellen Regelungen zielt die Behandlung darauf ab, die Entzündung rund um die Zahnwurzel zu stoppen. Wenn dies gelingt, kann sich das Zahnfleisch erholen und seine Haltefunktion wieder wahrnehmen. Dafür sind als Erstes Maßnahmen zur Zahnhygiene nötig, mit denen vorhandene Zahnbeläge in der Praxis sorgfältig entfernt werden. Zudem sollen Anleitungen für die Mundhygiene dem Patienten bei der Pflege zu Hause helfen, die Zahnflächen und Zahnzwischenräume konsequent säubern zu können.

Nachdem der Erfolg dieser initialen Therapie vom Zahnarzt kontrolliert wurde, können weitere Behandlungsmaßnahmen sinnvoll sein. Dabei werden im Rahmen einer antiinfektiösen Therapie die Oberflächen betroffener Zahnwurzeln unter lokaler Betäubung von Bakterien und harten Belägen befreit – und somit die Entzündungsauslöser entfernt.

Die nachfolgende Parodontitistherapie (UPT) hat einen zentralen Stellenwert für die nachhaltige Sicherung des Behandlungserfolgs, betont Dr. Uwe Herz. Gesetzlich Versicherte haben bis zu zwei Jahre nach Abschluss der aktiven Behandlung Anspruch auf eine strukturierte Nachsorge, die bedarfsgerecht an das individuelle Risiko angepasst wird.