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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Osteopathie: Mit sensiblem Griff die Selbstheilungsfähigkeit stärken

21.03.2020

Oldenburg /Rastede Auf den ersten Blick ist dies zumeist nicht ersichtlich. Die Osteopathie bietet, falls nach umfassenden fachlichen Behandlungen noch Beschwerden vorhanden sein sollten, einen weiteren Ansatz: Mit ihren manuellen Techniken richtet sie stets auch den Blick auf den Einfluss der inneren Organe auf die Beschwerden des Patienten. So können beispielsweise Verklebungen des Dickdarms die Ursache für chronische Rückenschmerzen sein. Immer wiederkehrende Blockaden der Brustwirbelsäule sind oft eine Folge der Verklebungen des Zwerchfells oder des Laufmuskels. Auch zeigt die Aktivität des vegetativen Nervensystems den Stress von Geist und Seele im Körper auf. Etwa 50 bis 60 Minuten nimmt eine osteopathische Behandlung in Anspruch. Dies bietet die Möglichkeit für eine solche Herangehensweise.

Als „ Detektiv“ auf Spurensuche

Eine umfassende Anamnese ist notwendig, bevor sich der Osteopath durch Herantasten, der so genannten Palpation, auf den Weg zur Ursache eines Symptoms begibt. „Es ist eine Entdeckungsreise, fast schon eine Art ,Detektivarbeit“, sagen Marcus Beckmann und Helge Westerhoff vom Stillwerk, einer Praxisgemeinschaft für manuelle Medizin und Osteopathie in Rastede. Die beiden konnten viele Menschen unterstützen, die den Weg zur Linderung ihrer Beschwerden versucht haben.

Dabei sind sie immer auf der Suche nach den Zusammenhängen: „Kleinste Mobilisationen von Organen, Muskeln, Nervensträngen oder das Lösen von verklebten Faszien können zu einer deutlichen Verbesserung der aktuellen Situation führen“ bemerkt Helge Westerhoff, Heilpraktiker und Osteopath. „Die Trennung der einzelnen Körperteile verläuft nur über unseren Verstand. Sehr wichtig ist auch das Gespräch mit unserem Patienten, denn so kann der Therapeut leichter herausfinden, wann und wodurch die Beschwerden entstanden sind“, so Marcus Beckmann, Facharzt für Allgemein- und Arbeitsmedizin und Osteopath.

Das Gleichgewicht wiederherstellen

Schmerzen können gelindert werden oder ganz verschwinden, wobei es darum geht, die Beweglichkeit zu steigern und die Durchblutung anzuregen. Hierdurch wird auch die Ver- und Entsorgung der verschiedenen Organe und Gewebe verbessert, welche zusammen mit einer Wirkungssteigerung des Immunsystems die Fähigkeit des Körpers unterstützen sich zu regenerieren. „Häufig geht es darum, das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen. Besteht beispielsweise an einer Stelle zu viel Spannung, so können wir diese dort lösen und dort welche aufbauen, wo zu wenig vorhanden ist“. Grundlage für die diagnostische und therapeutische Herangehensweise in der Osteopathie ist die Palpation, also das Untersuchen durch vorsichtiges Abtasten. Erfahrung sowohl in der Wahrnehmung mit Fingern und Händen als auch die Interpretation dessen sind für die anschließende Behandlung durch die Osteopathen von großer Bedeutung.

Stills Ideen und die moderne Osteopathie

Osteopathie ist eine ganzheitliche, eigenständige Form der Medizin, die Funktionsstörungen ausschließlich mit den Händen diagnostiziert und therapiert. Sie ist bei vielen Krankheiten therapiebegleitend sinnvoll und behandelt bei funktionellen Beschwerden auch vorbeugend. Knapp 12 Millionen Bundesbürger waren laut aktueller Forsa-Umfrage schon beim Osteopathen. Die Patienten verteilen sich auf alle Altersklassen, vom Säugling bis zum Hochbetagten. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Methode von dem Amerikaner Andrew Taylor Still (1828 -1917) begründet. Schon damals formulierte er das osteopathische Konzept. Wichtiger Bestandteil ist die Annahme der Fähigkeit zur Selbstregulation des Menschen sowie ein damit verbundenes Heilungspotential.

Anders als im Ausland, beispielsweise Belgien, Frankreich, England oder USA, ist die Berufsbezeichnung Osteopath in Deutschland noch nicht geschützt. Zahlreiche Krankenkassen erstatten inzwischen einen Teil der Behandlungskosten. Voraussetzung dafür ist eine vier- bis fünfjährige Weiterbildung mit 1350 Stunden als Arzt oder Heilpraktiker und die Mitgliedschaft in einem Osteopathen-Verband. Weitere Informationen gibt es im Internet unter „Osteokompass.de“. Die Sachbearbeiter der zuständigen Krankenkassen können ebenfalls weiterhelfen.

NWZonline.de/gesundheit
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