Bad Zwischenahn - Bei Mehrfachbrüchen hängt die Wahl der Therapiemaßnahmen in der Reha von der Art und Schwere der Frakturen ab. Normalerweise ist die Kompression ein wesentlicher Teil der Behandlung. Das bedeutet, dass die verletzte Struktur dosiert belastet wird, erklärt Dr. Günter Dietz: „Durch die so bewirkte gezielte Reizung wird letztlich der Heilungsprozess – also eine Neubildung des Knochens – angeregt.“ Dessen ungeachtet gebe es auch Frakturen wie etwa Trümmerbrüche, bei denen die betroffenen Strukturen erst einmal geschont werden müssen. In diesen Fällen sei zunächst nur eine Teilbelastung möglich. die langsam gesteigert wird.

Durch eine Osteoporose-Erkrankung wird der Heilungsprozess bei einem Knochenbruch deutlich erschwert, berichtet Dr. Dietz: Da wir auf entsprechende Patienten spezialisiert sind, erfolgt bei uns gleich zu Beginn des Reha-Aufenthalts eine komplette Osteoporose Diagnostik – inklusive einer Messung des Vitamin D-Spiegels und der Knochendichte.“

Damit lasse sich sofort erkennen, welche Patienten mit einer Osteoporose leben. Die Reha-Behandlung könne dann von Anfang an entsprechend gestaltet gestaltet werden. Dazu gehöre etwa eine besonders kalziumreiche Kost, spezielle Koordinations- und Sturzprophylaxe-Übungen sowie eine regelmäßige Überprüfung der Knochengesundheit.