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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

So klappt’s mit der Entspannung

19.09.2019

Ovelgönne Es klingt fast zu gut um wahr zu sein. 40 Millisekunden übt Martina Klingbeil-Busch mit ihren Daumen einen Druck von exakt 2,5 Kilogramm auf den seitlichen Halsmuskel ausgeübt. Folgen soll eine Entspannung von Muskulatur, Wirbelsäule und Nervensystem.

Um dieses Verfahren korrekt anzuwenden hat die 47-Jährige über neun Monate eine Ausbildung zur Vitametikerin absolviert und bietet seit 2016 die sogenannte Impulsbehandlung in ihrer Paxis an der Barghorner Straße an. Eine Vorbildung braucht es für die Vitametik-Lizenz nicht.

Ganzheitliche Methode

Vitametik ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, und wird als neuromuskuläre Entspannungstechnik bezeichnet. „Wir leiden grundsätzlich an einer motorischen Amnesie“, sagt Klingbeil-Busch. „Wir denken, wir sind entspannt, aber der Körper ist nicht entspannt. Die Entspannung ist aber in uns abgespeichert und der Impuls aktiviert sie wieder“, so Klingbeil-Busch.

Die Vitametik hat Stress als Ursache für eine Vielzahl von Beschwerden ausgemacht und erklärt die Verspannung, die zu Rückenschmerzen oder Schlafstörungen führen kann als einen automatischen Reflex des Gehirns. Mit der durch den Impuls ausgelösten Entspannung soll dieser Reflex gemindert werden.

Übung nach Ausbildung

Zur korrekten Anwendung des Impulses gehört Übung, wie Klingbeil-Busch berichtet. „Nach der Ausbildung bekommt man einen schwarzen Kasten, auf dem man zu Hause den Impuls übt“, erklärt sie. Zudem muss sie alle zwei Jahre beim Berufsverband für Vitametik vorstellig werden, wo ihr Impuls überprüft wird.

Bevor der Impuls jedoch gesetzt werden kann, gilt es, die richtige Seite dafür ausfindig zu machen. „Dafür palpiert man zuerst den seitlichen Halsmuskel und macht danach den Beintest“, erläutert die gebürtige Rodenkircherin.

Beim Palpieren wird mit dem Mittelfinger die Verspannung ertastet. Der Beintest soll die Beinlängendifferenz bei den Patienten ausfindig machen, die wiederum Rückschlüsse darauf zulässt, auf welcher Seite des Körpers die Verspannung sitzt. „Die Differenz wird durch die Anspannung hervorgerufen“, weiß Klingbeil-Busch.

Nach diesen Tests geht es für die Patienten auf die eigens für den Impuls konstruierte und angeschaffte Liege. „Durch den Impuls werden dann Informationen ins Gehirn gesendet. Dort sucht der Impuls sich die Schublade der Entspannung, nimmt diese Entspannung mit und gibt sie über die Nervenbahnen an die Muskulatur weiter“, beschreibt die Vitametikerin.

25 Minuten Ruhezeit

Nach dem Impuls bleibe der Patient zunächst fünf Minuten auf der Liege und könne sich dann noch 20 Minuten hinlegen, um sich weiter zu entspannen. „Wichtig ist, dass der Patient am Tag der Behandlung keine anstrengenden Tätigkeiten mehr ausübt“, betont Klingbeil-Busch. Andernfalls würde dies die Wirkung mindern.

Die Wirksamkeit des Verfahrens wurde 2017 durch eine vom Berufsverband für Vitametik in Auftrag gegebene, wissenschaftliche Studie der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigt.

Sinnvoll für eine dauerhafte Verbesserung der eigenen Situation sei laut Klingbeil-Busch zunächst eine wöchentliche Behandlung über fünf bis acht Wochen und darauffolgend eine monatliche Behandlung. Die Behandlungskosten belaufen sich auf 45 Euro für die erste und 35 Euro für jede folgenden Behandlung. Eine Möglichkeit der Kostenübernahme durch die Krankenkasse besteht nicht.

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Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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