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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Psyche spielt große Rolle

24.10.2017
Prof. Dr. Thomas Frieling (Bild) ist Beiratsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).
Frage: Wann sollte man wegen Verstopfung oder Durchfall zum Arzt gehen?
Frieling: Bei neu aufgetretenen Stuhlgangveränderungen oder Bauchbeschwerden, die über mehrere Wochen unverändert anhalten, sollte der Arzt aufgesucht werden. Das gilt insbesondere, wenn Alarmzeichen wie Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder verstärktes nächtliches Schwitzen vorhanden sind.
Frage: Ist der Reizdarm ein lebenslanger Begleiter?
Frieling: Nein. Das Reizdarmsyndrom ist keine einheitliche Erkrankung, sondern ein Sammeltopf von organischen Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen, für die mit konventionellen klinischen Untersuchungsmethoden keine Erklärungen gefunden werden können. Zum Glück verlieren viele Erkrankte im Laufe von einigen Jahren ihre Beschwerden, oder es zeigen sich andere Symptome, die mit anderen funktionellen Problemen wie etwa dem Reizmagen oder der chronischen Obstipation vereinbar sind.
Frage: Welche Rolle spielt die Psyche?
Frieling: Die Psyche – also die Kommunikation zwischen Bauch- und Kopfhirn – spielt insbesondere beim Reizdarmsyndrom eine große Rolle. Einerseits nehmen viele Reizdarmpatienten ihre Körpersignale früher und stärker wahr, weil die Empfindungs- und Schmerzschwelle reduziert ist. Zum anderen bewerten viele Reizdarmpatienten ihre Symptome stärker als gesunde Menschen. Ursache sind traumatische Lebenserfahrungen, Somatisierungsstörungen oder eine erhöhte Ängstlichkeit.
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