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Rauch bleibt in den Wänden

Klaus Hilkmann

Ernst-Günther Krause (Bild) ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Nichtraucher-Initiative Deutschland mit Sitz in Unterschleißheim.

FRAGE:

Ist Passivrauchen ähnlich gefährlich wie ein Zug aus der Zigarette?

KRAUSE

: Grundsätzlich ist es deutlich schädlicher, selbst zu rauchen. Allerdings beeinflussen die geringeren Schadstoffmengen, die ein Passivraucher einatmet, den Körper stärker als es rechnerisch eigentlich sein dürfte. Der Körper eines langjährigen Rauchers kann das Schadstoffgemisch zudem besser verkraften, weil sich der Organismus darauf eingestellt hat. Der Nichtraucher hat diesen langsam aufgebauten Schutz nicht, weshalb ihm geringere Mengen Rauch vergleichsweise mehr schaden.

FRAGE:

Sollte man als Nichtraucher besonders auf rauchfreie Räume achten?

KRAUSE

: Ja. So reicht es zum Beispiel nicht aus, die Wohnung für eine Stunde zu lüften, wenn dort über einen längeren Zeitraum geraucht worden ist. Etliche der über 4800 identifizierten Stoffe des Tabakrauchs lagern sich an Wänden, Gardinen, Teppichen und Einrichtungsgegenständen ab. Sie verschwinden nicht einfach durch die Zufuhr von frischer Luft. Beispielsweise sind noch Wochen nach dem Rauchen einer Packung Zigaretten die Ausdünstungen von Formaldehyd im Raum nachweisbar.

FRAGE:

Sind diese Ausdünstungen Krankmacher?

KRAUSE

: Ja, absolut. So verzichtet etwa die Möbelindustrie aus gutem Grund inzwischen weitgehend auf den Einsatz von Spanplatten, die Formaldehyd enthalten. Für den Tabakrauch, der unter anderem ebenfalls gesundheitsschädigendes Formaldehyd enthält, gilt das dagegen noch nicht.
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