Oldenburg - Bei einem gesunden Menschen reguliert der Organismus die normale Körpertemperatur auf ziemlich exakt 37,0 Grad Celsius. „Diese Körpertemperatur bietet jeder Zelle optimale Bedingungen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Weyland. Bei einer deutlich höheren oder niedrigeren Körpertemperatur können bestimmte Enzyme, die für den Stoffwechsel benötig werden, nicht mehr angemessen funktionieren.
Wenn ein Herzstillstand – zum Beispiel bei einem Unfall im Wasser – durch eine schwere Unterkühlung ausgelöst oder hiervon begleitet wurde, bedeute dies jedoch auch eine verbesserte Überlebenschance, da eine verlängerte Toleranz der Organe gegenüber dem Sauerstoffmangel besteht und eine Reanimation auch nach einem längeren Kreislaufstillstand Aussicht auf Erfolg habe.
Gegen einen plötzlichen Herztod kann sich niemand mit Sicherheit schützen. Allerdings können eine konsequente medizinische Behandlung der auslösenden Erkrankung und Präventionsmaßnahmen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es nicht dazu kommt. Risikogruppen für einen plötzlichen Herztod sind insbesondere Menschen mit ernsten Herzrhythmusstörungen und Durchblutungsstörungen sowie nach einem Herzinfarkt.
Das Gleiche gilt für Diabetiker, Patienten mit einer familiären Disposition und zum Teil auch für Hochleistungssportler. Nicht zuletzt sorgen besonders Rauchen und Übergewicht für ein deutlich erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod.
