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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Wachkoma-Patient Aus Bockhorn: Hängengelassen – Sie bekommen keine Hilfe

01.03.2016

Bockhorn Es ist eine schwere Zeit für Britta Lüttecke. Seit 2009 muss sie damit leben, dass ihr Mann im Wachkoma liegt. Doch seit Wochen muss sie ihn jetzt auch selbst pflegen, rund um die Uhr, ohne professionelle Hilfe. Und das neben dem Beruf – Britta Lüttecke hat an der Ecke Lange Straße/Kranenkamper Straße in Bockhorn einen Friseursalon. Es hängt vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen Oldenburg ab, wann ihr Mann Ingo Lüttecke wieder Anspruch auf eine 24-Stunden-Pflege eines Pflegedienstes hat. Doch auf diese Bescheinigung wartet die 43-Jährige jetzt schon seit vier Wochen.

Zum Ende des Jahres hat die Friseurmeisterin die Krankenkasse gewechselt, in der ihr Mann versichert ist. Bis dahin hatte er Anspruch auf eine 24-stündige Betreuung von Pflegekräften. Doch damit das auch weiterhin der Fall ist, muss der Medizinische Dienst (MDK) das Anrecht auf Intensivpflege erneut bestätigen.

„Ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffen kann“, sagt Britta Lüttecke. Sie könne kaum schlafen, habe immer ein Ohr auf ihren Mann, und tagsüber hat sie die Doppelbelastung der Pflege und ihrer Arbeit. Ihren Mann mit in den Salon zu nehmen, lasse sich kaum vermeiden – doch es sei nicht gut für ihn. „Durch die Trachealkanüle kommen giftige Dämpfe vom Haarefärben oder Haarspray direkt in seine Atemwege“, sagt sie. Die Situation fordert ihre ganze Kraft.

Im Jahr 2009 hat ihr Mann, der examinierter Altenpfleger ist, in der Nacht einen Herzanfall erlitten. Zwanzig Minuten hat Britta Lüttecke ihn selbst reanimiert, der Rettungsdienst anschließend noch länger als eine Stunde. Jetzt liegt er im Wachkoma. „Ingo wollte nie ins Heim. Darüber haben wir früher oft gesprochen. Deswegen bleibt er bei mir“, sagt sie.

Der MDK habe beim Wechsel der Krankenkassen zunächst sogar festgestellt, dass Ingo Lüttecke keine Intensivpflege mehr benötige. „Das ist unglaublich“, sagt seine Frau. Bei der Begutachtung während einer Kurzpflege im Januar habe der MDK seine Meinung geändert – lasse aber nun mit der Bescheinigung auf sich warten.

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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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