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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Schädel-Hirn-Trauma: In das Leben zurückkommen

05.05.2020

Oldenburg Die Medizin spricht von einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT, wenn zugleich das Gehirn und die umgebenden Knochen verletzt sind. Ein entsprechender Vorfall kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie sind Verkehrsunfälle für rund 50 Prozent aller SHT verantwortlich. Zu den häufigen Ursachen zählen auch Schläge gegen den Kopf und Stürze. Weitere Ursachen können unter anderem epileptische Anfälle oder eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit sein, die etwa in Folge eines Kreislaufkollaps oder von Herzrhythmusstörungen entstanden ist.

An einem SHT ist abgesehen von der oft schon für sich allein lebensgefährlichen Knochenfraktur tückisch, das als Folgeerscheinung auch Blutungen und Schwellungen in der Schädelhöhle entstehen können, durch die eine ausreichende Versorgung der Hirnzellen mit frischem Blut behindert wird. Der dann entstehende Sauerstoffmangel kann bereits nach kurzer Zeit dafür sorgen, dass die Zellen der betroffenen Hirnareale unwiederbringlich absterben.

Neurologische Störungen

Je nachdem welcher Bereich geschädigt ist, können sich mehr oder weniger starke neurologische Empfindungs- und Funktionsstörungen einstellen, die im schlimmsten Fall mit dauerhaften Beeinträchtigungen des Bewusstseins und einem tödlichen Ausgang einhergehen können.

Bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma fallen viele Betroffene in ein Koma. Fachgesellschaften bezeichnen den damit verbundenen Tiefschlaf als schwerste Form der Bewusstseinsstörung. Der Organismus reagiert damit auf eine ansonsten nicht beherrschbare Störung und stellt nahezu alle Funktionen ein, die nicht absolut lebensnotwendig sind.

Für Schwerstverletzte kann ein vorübergehendes Koma wie ein Auszeit sein, die vor unerträglichen Schmerzen schützt und mitunter ein erster Schritt für eine später folgende Erholung ist, erklärt Prof. Dr. Andreas Zieger, Vorsitzender des seit 2018 aktiven Vereins Neuro-Netzwerk Weser-Ems e.V.: „Selbst nach einem tiefen Koma erholen sich viele Patienten wieder und gewinnen durch eine gezielte neurologische Therapie einen Großteil verloren gegangener Funktionen zurück.“

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Vitalfunktionen sichern

Nach einem Akut-Vorfall mit einem schweren SHT kommt es zunächst auf die Sicherung der Vitalfunktionen an, wofür nicht selten die Versetzung des Patienten in ein künstliches Koma nötig ist. Die weitere Behandlung zielt darauf ab, die Verletzung so gut zu versorgen, dass neben der Abwendung der Lebensgefahr die neurologischen Folgeschäden in Grenzen gehalten werden. Wie gut dies gelingt, hängt von der Früh-Reha ab, die eine stationäre intensivmedizinische und reha-medizinische Versorgung sichert.

In der neurologischen Reha steht die Aktivierung verbliebener Hirnressourcen durch das Training unterbrochener Nervenbahnen im Vordergrund. Diese können bei einer erfolgreichen Therapie nach und nach die Funktion zerstörter Leitungssysteme und Hirnareale übernehmen, berichtet Prof. Zieger: „Dadurch gelingt es bei vielen Patienten verloren gegangene Funktionen wiederherzustellen.“

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