Berlin/Dpa - Schmerzen, nächtliche Toilettengänge, mangelnde Bewegung: Es gibt viele Gründe, warum pflegebedürftige Menschen nachts oft schlecht schlafen. Was viele nicht wissen: Nur weil jemand bettlägerig ist, muss er noch lange nicht ständig schlafen. Im Gegenteil: Wenn Pflegebedürftige nicht ein- oder durchschlafen, sollten sie besser auf den Mittagsschlaf verzichten. Zumindest sollte dieser nicht länger als 30 Minuten dauern, rät das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Tagsüber sollte es in der Wohnung am besten hell sein. Und wem es möglich ist, der geht öfter mal nach draußen: Auch das ist gut für den Nachtschlaf. Pflegende Angehörige können den Abend zudem so gestalten, dass ein- und durchschlafen leichter fällt: Schwere Mahlzeiten und große Trinkmengen sind vor dem Zubettgehen zum Beispiel tabu. Stattdessen helfen Rituale wie Vorlesen oder ein warmes Fußbad, um sich auf die Nacht einzustimmen. Jemanden zum Schlafen drängen, der noch nicht müde ist, ist aber nicht sinnvoll.