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Jörg Heimsoth (Bild) ist Sporttherapeut in der Orthopädie-Abteilung des Reha-Zentrums Oldenburg.
FRAGE:
Welche Absprache erfolgt vor Therapiebeginn?
HEIMSOTH
: Bei Rücken-Patienten kommt es zunächst vor allem auf den Schweregrad des Problems an. Wer zum Beispiel nach einer konservativen Behandlung in die Reha kommt, muss in der Regel anders behandelt werden als nach einer Operation. Dessen ungeachtet stellen wir in der Reha immer wieder fest, dass mangelnde Fitness zumindest mitverantwortlich für ein Rückenproblem ist. Ein weiterer Grund ist häufig Stress etwa als Folge von Überforderung. Psychische Probleme äußern sich irgendwann als körperliche Beschwerden wie etwa Nacken- oder Rückenproblemen bis hin zum Bandscheibenvorfall.
FRAGE:
Was ist dann nötig?
HEIMSOTH
: Wir behandeln die Patienten nach Vorgabe des Arztes zum einen mit Sport- und Physiotherapie. Zudem können wir auf unser interdisziplinäres Team bauen, zu dem unter anderem auch Psychologen, Ergotherapeuten, Ernährungs- und Sozialberater zählen. Das kann zum Beispiel bei einem Dachdecker schnell ein entscheidendes Thema werden, wenn der Betroffene seinen Beruf wegen eines Rückenleidens nur noch bedingt oder gar nicht mehr ausüben kann.
FRAGE:
Welche Berufsgruppen sind häufig betroffen?
HEIMSOTH
: Rückenprobleme sind in allen Berufsgruppen zu finden. Häufig sind aber Personen betroffen, die eine sitzende Tätigkeit ausüben. Darüber hinaus sind oft Beschäftigte im Pflege- und Sozialbereich betroffen. Vor allem Frauen müssen in diesen Berufen physisch und psychisch oft schwere Lasten tragen, die sich als Rückenschmerzen manifestieren.