Bad Zwischenahn - Bei der Behandlung einer Schwangerschaftsdepression kommt es, basierend auf einer umfangreichen Anamnese und Diagnostik eines Psychologen und/oder Arztes, zunächst darauf an, die Art und das Ausmaß der Symptome aufzuklären. Wenn die Diagnose klar ist, sollte die Therapie gemeinsam mit der Frau besprochen werden. Dazu gehört insbesondere die Entscheidung, ob eine ambulante Therapie ausreicht oder für einige Zeit ein stationärer Aufenthalt in einer Fachklinik nötig ist, betont Prof. Dr. Alexandra Philipsen: „In schweren Fällen kann das erforderlich sein, um die Frau und das Kind vor gesundheitlichen Schäden zu schützen.“

Zur Überwindung einer Schwangerschaftsdepression kann neben einer psychotherapeutischen Intervention auch eine medikamentöse Behandlung nötig sein. Hierfür stehen bewährte Medikamente zur Verfügung, die dem Kind weder in der Schwangerschaft noch in der Still-Zeit schaden.

Zur stationären Behandlung einer Depression gehören mehrere Elemente, die von der Gesprächstherapie bis hin zu Ergo-, Sport- und Physiotherapie reichen. Da jede Patientin anders ist, wird die Therapie stets individuell zusammengestellt, regelmäßig kontrolliert und wenn nötig auch neu justiert.

Je nach Schwere der Erkrankung und Erfolg der Therapie kann ein stationärer Klinik-Aufenthalt infolge einer Schwangerschaftsdepression zwei bis sechs Wochen dauern. Es gibt aber auch Frauen, die deutlich länger in einem geschützten Raum behandelt werden müssen.