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Hanna Boklage (Bild) ist Ernährungsberaterin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
FRAGE:
Können betagte Menschen das Gleiche essen wie jüngere?
BOKLAGE
: Bei älteren Menschen, die noch fit sind und aktiv am Leben teilnehmen, ändert sich die Ernährungsweise meistens nicht. Dessen ungeachtet steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit, dass der Gesundheitszustand eine besondere Beschäftigung mit der Ernährung erfordert. Generell gilt, dass ältere Menschen meistens kleinere Portionen als in jüngeren Jahren zu sich nehmen, weil der Magen große Mengen oft nicht mehr so gut verarbeiten kann. Zudem wird eine leichtere Kost bevorzugt.
FRAGE:
Was empfehlen Sie?
BOKLAGE
: Anstelle von drei großen Mahlzeiten sollte man mehr über den Tag verteilt essen und Zwischenmahlzeiten am Vor- und am Nachmittag oder auch zu einem späteren Zeitpunkt einplanen. Die Essenszeiten richten sich nach dem Tagesrhythmus. Wer erst spät aufsteht, kann ruhig nach 20 Uhr eine leichte Spätmahlzeit mit einem Stück Obst oder einem Joghurt essen, um nicht hungrig ins Bett gehen zu müssen. Die Speisen sollten gut verträglich sein – unter anderem also möglichst wenig Fett enthalten. Auf gut gewürzte Gerichte müssen Senioren nicht verzichten. Hier entscheidet der Geschmack.
FRAGE:
Trinken alte Menschen zu wenig?
BOKLAGE
: Das ist leider meistens so, weil das Durstgefühl im Alter nachlässt. Helfen kann hier ein Trinkplan, mit dem man an eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme erinnert wird. Sinnvoll ist auch, morgens eine Kanne Tee zu kochen oder sich schon Mineralwasser für den Tagesbedarf zurecht zu stellen.