VAREL - Bei einer Entfernung der Krampfadern nach der Stripping-Methode verschafft sich der Operateur mit einem kleinen Schnitt im Bereich der Leiste einen Zugang zu dem defekten Venenbereich. Der defekte Bereich wird in chirurgischer Präzisionsarbeit erfasst und die Vene herausgezogen. Nach der Entfernung ist sicher gestellt, dass es nicht erneut zu einem Blutstau kommt. Sobald der verbliebene Teil sowie der Leistenzugang anschließend fest vernäht worden sind, ist die Operation beendet.

Das meistens betroffene oberflächliche Venensystem, das als Krampfadern direkt unter der Haut sichtbar ist, übernimmt nur zu einem kleinen Teil den Rücktransport des venösen Bluts zum Herzen, erklärt Dr. Christian Beck. Da 90 Prozent des Rücktransports über das tiefere Venensystem erfolgt, hat selbst die Entfernung größerer Krampfadern keinen erheblichen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Blutkreislaufs. Gefährliche Komplikationen sind nach Stripping-Operationen sehr selten. Mögliche Nebenwirkungen wie Empfindungsstörungen der Haut oder Blutergüsse sind in der Regel harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit wieder.

In frühen Stadien haben sich inzwischen verschiedene Behandlungsmethoden als Alternative zum Stripping bewährt. Zum Beispiel kann man dann mittels Verödung der Krampfadern bzw. durch den Einsatz von Radiowellen oder eines gezielten Laserstrahls ohne eine Operation auskommen.