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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Kira Till möchte anderen helfen

31.01.2019

Varel „Bei uns war alles anders, für mich war es normal.“ So fasst die Varelerin Kira Till die Erlebnisse in ihrer Kindheit zusammen. Sie ist mit einer psychotischen Mutter und einem alkoholkranken Vater aufgewachsen, hat Hilflosigkeit erlebt und war weitgehend auf sich allein gestellt. Ihre Erlebnisse haben die 63-Jährige bewogen, zusammen mit anderen beim Verein Freie Soziale Dienste Friesland eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Kinder von psychisch kranken Eltern“ ins Leben zu rufen.

An vier Abenden geht es vorrangig darum, wie psychisch kranken Eltern geholfen werden kann. Eingeladen sind neben diesen Eltern auch erwachsene Kinder von psychisch kranken Eltern, Fachleute, die mit dem Thema beruflich zu tun haben, und alle Interessierten.

Die kleine Veranstaltungsreihe findet statt am 5. und 12. Februar sowie 5. und 26. März jeweils von 19.30 Uhr bis 21 Uhr in der Jugendhilfe-Abteilung der Freien Sozialen Dienste Friesland an der Neumühlenstraße 22 in Varel (Eingang Gartenstraße). Die einzelnen Termine bauen nicht aufeinander auf, man kann an allen, aber auch nur an einzelnen Terminen teilnehmen.

Zum Auftakt am Dienstag, 5. Februar, wird ein Spielfilm gezeigt, der einfühlsam und humorvoll Einblicke in das Leben einer kranken alleinerziehenden Mutter und ihrer Tochter gibt. An den drei folgenden Abenden soll intensiv in das Thema eingestiegen werden. Die Moderation übernimmt die Psychotherapeutin Ulrike Gliemann. Die Teilnahme ist kostenlos

„Die Zahl der Familien, in denen Kinder mit der psychischen Krankheit eines oder beider Elternteile konfrontiert werden, nimmt zu“, weiß Kira Till, „aber psychische Krankheiten sind ein Tabuthema, über das man nicht spricht“. Für die betroffenen Familien sei es deshalb schwer, Hilfe und Unterstützung zu finden.

Sie appelliert an alle Betroffenen, zu der Veranstaltungsreihe zu kommen. „Haben Sie Mut, es braucht sich niemand zu schämen“, sagt Kira Till. Die 63-Jährige weiß, wovon sie spricht. „Ich hätte mir als Kind Einsicht und Hilfe gewünscht“, sagt sie. Sie war weitgehend auf sich allein gestellt, Wertschätzung und Anteilnahme gab es nicht.

„Es geht in unserer Veranstaltungsreihe nicht um Anklage, sondern um Hilfe“, stellt sie klar: „Kommt und traut euch, lasst euch und euren Kindern helfen!“

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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