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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Brustkrebs: Frühe Diagnose für die Heilung

18.08.2020

Vechta In Deutschland ist der medizinisch als Mammakarzinom bezeichnete Brustkrebs mit einem Anteil von rund 30 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat 2014 knapp 70000 Neuerkrankungen gezählt – mit steigender Tendenz. Das Risiko nimmt ab dem 50.en Lebensjahr deutlich zu. Es können aber auch schon jüngere Frauen betroffen sein.

Ein bösartiger Tumor in der Brust kann heute mit sehr viel besseren Erfolgsaussichten behandelt werden als vor 20 Jahren. Dank der verbesserten Früherkennung, moderner Therapiekonzepte und einer interdisziplinären Betreuung in spezialisierten Zentren ist die Zahl der Sterbefälle trotz steigender Neuerkrankungen rückläufig. Langzeit-Untersuchungen zeigen, dass fünf Jahre nach der Diagnose mehr als 81 Prozent der Patientinnen am Leben waren.

„Entscheidend ist, dass der Brustkrebs rechtzeitig erkannt und effektiv behandelt wird“, erklärt Dr. Dietmar Seeger, Chefarzt des Brustzentrums am St. Marienhospital Vechta: „Wenn es gelingt, den Tumor und das umgebende Gewebe komplett zu beseitigen, kann die Krebserkrankung mit einer großen Wahrscheinlichkeit geheilt werden.“

Knoten sind verdächtig

Typische Hinweise sind vor allem Knoten in der Brust. Ähnliches gilt für unerklärliche Deformationen und Hautveränderungen. Dagegen zählen Schmerzen zunächst nicht zu den Brustkrebs-Symptomen. Verdächtige Knoten lassen sich oft durch regelmäßiges Abtasten der Brust früh erkennen, so Dr. Seeger: „Im Verdachtsfall ist eine umgehende ärztliche Kontrolle nötig.“

In einem frühen Stadium ist die Chance sehr groß, dass der Tumor noch nicht gestreut hat. Wenn sich von der Brust ausgehend Metastasen in anderen Organen gebildet haben, sei meistens keine Heilung möglich. Dann komme es darauf an, dass die Betroffenen mittels einer individuellen Therapie für möglichst lange Zeit eine möglichst gute Lebensqualität gewinnen.

Der entscheidende Risikofaktor ist beim Brustkrebs die genetische Disposition. Ein wichtiger Hinweis ist vor allem eine Häufung der Brustkrebserkrankungen in der Familie. In diesen Fällen sind Vorsorgeuntersuchungen bereits in jüngeren Jahren sinnvoll. Ansonsten können Frauen ab 50 ihre Brust alle zwei Jahre mittels eines kostenlosen Mammographie-Screenings untersuchen lassen.

Angeborene Mutation

Ob ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko vorliegt, lässt sich auch mit einer Blutuntersuchung aufklären, bei der die für die Reparatur von Zellschäden benötigten Gene BRCA 1 und 2 im Fokus stehen. Bei einer angeborenen Mutation in einem der beiden Gene ist diese Funktion gestört, was mit einem um rund 85 Prozent erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden ist. Wenn eines der Elternteile mit einem der zwei Risikogene lebt, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung der Genveränderung auf das Kind bei 50 Prozent.

Ein Brustkrebsverdacht lässt sich zuverlässig mit modernen Diagnoseverfahren erkennen. Ausgehend von der ärztlichen Anamnese tragen Ultraschall, eine Mammographie und Gewebeuntersuchungen zur Aufklärung bei, betont Dr. Seeger: „Danach ist in der Regel klar, ob der Tumor bösartig ist und um welchen Subtyp es sich handelt.“

NWZonline.de/gesundheit
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