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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Diabetes-Typ 1: Vom Schock ins normale Leben

28.06.2022

Vechta „Die Diagnose war für uns ein Schock. Inzwischen können wir gut mit der Erkrankung zurecht kommen.“ Als bei ihrem Sohn Simon im Grundschulalter ein Diabetes-Typ 1 festgestellt wurde, standen seine Mutter Lisa und die aus der Nähe von Osnabrück stammende Familie vor vielen ungelösten Fragen. Nach einer schweren Zeit mit großen gesundheitlichen Problemen, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machten, dauerte es weitere Monate bis sich Simon daran gewöhnt hatte, dass eine regelmäßige Insulinzufuhr und Kontrolle der Blutzuckerwerte zu seinem Lebensalltag gehört.

Vier Jahre nach der Diabetes-Diagnose geht es dem 13-Jährigen gut. Eine mit einem unaufwendigen Eingriff angelegte Pumpe sorgt zugleich dafür, dass die Glukosewerte kontinuierlich gemessen und die Insulinversorgung automatisch an den Bedarf angepasst wird. Dank der sensorunterstützten Pumpentherapie ist das Risiko für eine bei Diabetikern gefürchtete Entgleisung des Blutzuckers deutlich gesunken. Abgesehen von einigen Verhaltensregeln etwa fürs Schwimmen gehen bedeutet die Insulinpumpe für Simon keine Einschränkung der Lebensqualität.

Wichtige Tipps für den Alltag haben er und seine Eltern bei einer Diabetesschulung bekommen, bei der altersgerecht vermittelt wurde, was die Ursache der Erkrankung ist und wie man damit weitgehend normal leben kann. „Wir kennen die Anzeichen für Akut-Probleme und und wissen, wie man schnell und effektiv gegensteuern kann“, berichtet die Mutter des jungen Diabetes-Patienten.

Disziplinierte Therapie

Inklusive der Geschwister gehe die ganze Familie offen mit der Erkrankung um, ohne das Ganze unnötig zu problematisieren. Simon könne im Prinzip genau so leben wie seine Altersgenossen. Mit Hilfe einer disziplinierten Therapie fühlt er sich in der Schule und im Sport „überhaupt nicht eingeschränkt“, berichtet der Fußball-begeisterte Teenager: „In der letzten Saison habe ich die meisten Tore für meine Mannschaft geschossen.“

Dass medikamentös richtig eingestellte Kinder und Jugendliche mit einem Diabetes-Typ 1 körperlich normal leistungsfähig ein können, betonen auch Fachgesellschaften wie die Deutsche Diabetes-Hilfe. Vor allem im Kindergarten und der Grundschule sind sie dessen ungeachtet auf eine fachgerechte Unterstützung bei der Insulintherapie und Kontrolle des Blutzuckers angewiesen, bestätigt auch Dr. Silke Otto-Hagemann, Fachärztin für Innere Medizin mit einer Schwerpunktpraxis für Diabetologie in Vechta. So müssen Kinder und Jugendliche mit einem Diabetes-Typ 1 – inklusive ihrer Familie – akzeptieren, dass sie für immer auf eine kontinuierliche ärztliche Behandlung und Kontrolle angewiesen sind.

Angeborene Erkrankung

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Anders als bei einem zumeist durch einen ungesunden Lebensstil erworbenen Diabetes-Typ 2 handelt es sich beim Typ 1 um eine angeborene Erkrankung des Immunsystems, erklärt Dr. Silke Otto-Hagemann: „Bei einem Typ 1-Diabetes ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, Insulin zu produzieren.“

Die Folge ist, dass die im Blut enthaltenen Zuckerstoffe nicht von den Körperzellen aufgenommen und als lebenswichtiger Energielieferant genutzt werden können. Ohne eine bedarfsgerechte Insulinzufuhr von außen kann sich neben leichteren Beschwerden wie Durst oder Müdigkeit eine starke Über- oder Unterzuckerung einstellen. die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verläuft.

NWZonline.de/gesundheit
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