Vechta - Aus ärztlicher Sicht ist bei dem neu entwickelten, interdisziplinären KIDS-Schulungsprogramm neben dem mitunter nach kurzer Zeit wahrnehmbaren Abnehmerfolg entscheidend, dass die jungen Beteiligten langfristig profitieren, betont Dr. Silke Otto-Hagemann: „Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen das Erreichte als Gewinn für sich sehen und das Erlernte freiwillig im Alltag umsetzen.“ So könne es gelingen potenziell krank machende Pfunde abzubauen, bevor mitunter lebenslang bleibende Folgeerkrankungen entstehen.
Wenn nötig, können bei dem Reha-Programm auch ein Psychologe bzw. ein Psychotherapeut hinzugezogen werden.“ Gerade bei Mädchen sind nicht selten seelische Probleme die Auslöser für eine krankhafte Essstörung“, berichtet die Sportpsychologin Jana Pithan. Die Folgen können in Extremfällen eine Bulimie, Magersucht oder eine durch dauerndes Frust-Essen entstandene Adipositas-Erkrankung sein. Im Verdachtsfall sollten Eltern zeitnah ärztliche Hilfe suchen. Um so eher das Problem erkannt wird, desto größer sei die Chance, dass der Leidensdruck überwunden und die Gesundheit wiederhergestellt wird.
Übergewicht muss kein Grund für Verzicht sein. Diäten sind meistens kein nachhaltiges Erfolgsrezept zur Gewichtsreduzierung. Eine bewusste Auswahl der Lebensmittel sei der bessere Weg.
