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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Kreuzbandriss: Wenn das Knie instabil wird

26.01.2021

Vechta Viele Menschen haben die Auswirkungen einer unkontrollierten Kniebewegung schon leidvoll zu spüren bekommen: Die Folge kann neben anderen Verletzungen ein Kreuzbandriss sein, der sich zunächst mit heftigen Schmerzen, Schwellungen sowie einer als Bluterguss sichtbaren Einblutung im Kniegelenk bemerkbar macht. Dazu kommt oft das unangenehme Gefühl, dass sich der Oberschenkel beim Gehen gegen den Unterschenkel verschiebt. Zuvor selbstverständliche Alltagsbewegungen sind mit einem Riss eines oder mehrerer Kreuzbänder nur sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.

Vor allem für sportlich aktive Menschen ist eine Kreuzbandverletzung so etwas wie ein Super Gau, weil der Weg zur Genesung beschwerlich ist und lange dauert. Selbst bei einem erfolgreichen Therapieverlauf ist meistens bis zu einem Jahr diszipliniertes Reha-Training nötig, bis das verletzte Knie wieder weitgehend funktionsfähig und belastbar ist. Nur in wenigen Fällen wie etwa bei medizinisch rundum betreuten Profi-Sportlern gelingt es mitunter – aber längst nicht immer – die volle Leistungsfähigkeit früher wiederherzustellen.

Flexible Bewegungen

Das Kniegelenk kann enorme Kräfte aushalten und ermöglicht weitgehende Beuge- und Streckbewegungen nach vorne und hinten sowie im begrenzten Maß auch Drehbewegungen zur Seite. Zusammen genommen ist so eine schnelle, flexible und aufrechte Fortbewegung auf zwei Beinen gewährleistet. Der im Knie verlaufende Band- und Muskelapparat gibt den Bewegungen normalerweise Sicherheit und Stabilität.Das vordere und das hintere Kreuzband sind wesentliche Bestandteile. Sie stellen eine feste Verbindung zwischen dem Ober- und dem Unterschenkel her.

Ein Kreuzbandriss entsteht durch unkontrollierte Bewegungen oder äußere Einwirkungen, die eine übermäßige Drehbewegung des Kniegelenks bewirken. Bei einer so entstandenen Ruptur eines oder selten auch beider Kreuzbänder geht der Halt in dem betroffenen Gelenk verloren, erklärt Dr. Jens Hilgenberg, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Hand- und Unfallchirurgie im St. Marienhospital Vechta: „Das Kniegelenk ist dann instabil. Ohne funktionsfähige Kreuzbänder muss man bei Spaziergängen mit Schmerzen und Funktionseinschränkungen rechnen – bis hin zum plötzlichen unkontrollierten Umknicken.“

Während das vordere Kreuzband vorne am Unterschenkel entspringt und am hinteren Oberschenkel endet, verläuft das hintere Kreuzband vom vorderen Oberschenkel bis zur Hinterseite des Unterschenkels. In der Mitte des Gelenkspalts kreuzen sich die beiden Bänder.

50000 Risse pro Jahr

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie werden pro Jahr mehr als 50000 Kreuzbandrisse diagnostiziert. In rund 97 Prozent der Fälle ist nur das vordere Kreuzband betroffen.

Aktuelle Studien zeigen, dass 80 Prozent aller Kreuzbandrisse beim Sport entstehen. Besonders oft treten die Verletzungen beim Ski fahren sowie Ball- und Kontaktsportarten auf. Der Grund ist, dass es bei diesen Sportarten oft zu schnellen Bewegungen und abrupten Richtungswechseln kommt, bei denen enorme Kräfte auf das Kniegelenk einwirken – inklusive eines erhöhten Risikos für eine schädigende Verdrehung des Kniegelenks. Ein sicherer Schutz ist nicht möglich. Ein guter Trainingszustand kann dessen ungeachtet zur Verringerung der Verletzungsgefahr beitragen.

NWZonline.de/gesundheit
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