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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Aggressiv und hoch ansteckend

08.02.2019

Vechta Fieber und Schüttelfrost sowie Durchfall und Erbrechen. Dazu können starke Kopf- und Gliederschmerzen kommen: Wer sich mit Noroviren infiziert hat, fühlt sich fast immer richtig schlecht. Je nachdem, welche Menge aufgenommen wurde und wie aggressiv die Noroviren sind, können typische Symptome mehr oder weniger stark einzeln oder gemeinsam schon wenige Stunden nach der Infektion oder erst ein bis zwei Tage danach auftreten.

Bei einem normalen Verlauf stellt sich bei Betroffenen mit einem gut funktionierenden Immunsystem in der Regel nach zwei bis drei Tagen eine Linderung ein. Bei ansonsten gesunden Menschen verläuft die Infektion folgenlos. Nach dem Verschwinden der Krankheitssymptome und einer Zeit der Erholung gewinnt der Körper das zuvor gewohnte Leistungsvermögen von selbst wieder zurück.

Hoher Flüssigkeitsverlust

Anders ist das oft bei Kindern, sehr alten oder durch eine schwere Erkrankung geschwächten Menschen. Das vom Organismus zur Abwehr von Krankheitserregern automatisch aktivierte Immunsystem ist bei ihnen noch nicht voll entwickelt beziehungsweise schwächer als in den besten Jahren. Die Infektion mit Noroviren kann dann eine große zusätzliche Belastung für den Körper bedeuten, die den Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes in die Knie zwingt, erklärt Constanze Nuxoll-Scheper, Hygienebeauftragte im St.-Marien-Hospital Vechta: „Wenn die Infektion mit Noroviren bei einem schlechten Gesundheitszustand noch oben drauf kommt, kann es im schlimmsten Fall zu einem lebensgefährlichen Verlauf kommen.“

Wesentlicher Grund für gesundheitliche Folgeschäden ist der hohe Flüssigkeitsverlust, der mit dem Erbrechen und Durchfall verbunden ist. Ein umgehender Ausgleich der ausgeschiedenen Flüssigkeitsmenge ist in der Akut-Phase der Infektion ohnehin nur schwer auf natürlichem Weg möglich, sodass eine Infektion mit Noroviren immer eine erhebliche Schwächung des Körpers bedeutet.

Bei sehr jungen oder alten Patienten kommt erschwerend hinzu, dass ihr Durstgefühl zumeist weniger ausgeprägt als in mittleren Lebensjahren ist. Ohne Hilfe und Motivation von Kontaktpersonen leben sie bei einer Magen-Darm-Infektion mit einem erhöhten Risiko für eine Dehydrierung und anderen schädlichen Folgen einer unzureichenden Flüssigkeitsversorgung.

Noroviren können durch Körperkontakt, über Gebrauchsgegenstände sowie Speisen und Getränke übertragen werden. Die Darminfektionserreger sind in unterschiedlichen Typen weltweit verbreitet und können jederzeit für eine Ansteckung sorgen, wobei aktuelle Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts für Deutschland zeigen, dass durch Noroviren ausgelöste Erkrankungen in der kalten Jahreszeit von Oktober bis März besonders wahrscheinlich sind.

Sorgfältige Hygiene

Die Viren werden über den Darm ausgeschieden und oral-fäkal etwa über die Hände aufgenommen. Wer einen kontaminierten Gegenstand angefasst hat, muss damit rechnen, dass die Viren über den Mund und die Speiseröhre in den Darm gelangen, wo sie dann für Probleme sorgen. Die Ansteckungsgefahr ist während der Inkubationszeit und der Erkrankung sehr hoch und lässt erst rund 48 Stunden nach dem Abklingen der Symptome nach, betont Constanze Nuxoll-Scheper: „Der Betroffene und sein persönliches Umfeld müssen in dieser Zeit auf eine besonders sorgfältige Sanitär- und Händehygiene achten.“

Dazu gehört neben der Säuberung des Intimbereichs nach dem WC-Gang insbesondere eine disziplinierte Handhygiene. Vor allem, wenn man oft in belebten Einrichtungen unterwegs ist, sollte man die Handflächen, Finger und Zwischenräume durch den regelmäßigen Gebrauch geeigneter Desinfektionsmittel schützen. Der Einsatz von Wasser und Seife allein reiche nicht aus.

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