Oldenburg - Die Zahl der Patienten, die mit multiresistenten Keimen ins Krankenhaus kommen, nimmt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen weiter zu. Eine gefährliche Folge ist, dass die Betroffenen bei einer Infektion mit entsprechenden Keimen nicht auf eigentlich hochwirksame Antibiotika reagieren, was die Behandlung deutlich erschwert. Um das Risiko für eine Weiterverbreitung gefährlicher Keime von Patient zu Patient zu minimieren, ist in allen Klinikbereichen ein umfangreiches Hygienemanagement erforderlich, betont Prof. Dr. Andreas Weyland.
Hierzu zählen unter anderem die gezielte Suche nach multiresistenten Keimen bei der Aufnahme des Patienten, die Isolation von Betroffenen sowie die konsequente Händedesinfektion des Personals.
Die Universitätsklinik für Anästhesiologie/Intensivmedizin-/Notfallmedizin/Schmerztherapie im Klinikum Oldenburg beteiligt sich seit mehreren Jahren maßgeblich an bundesweiten Studien zur Optimierung der Sepsistherapie. Prof. Dr. Andreas Weyland gehört zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Sepsisgesellschaft und ist Mitglied der Studienleitkommission des Kompetenznetzwerks Sepsis.
Die anästhesiologische Intensivstation zählt europaweit zu den wenigen Zentren, in der die Wirksamkeit eines neuen Antikörpers untersucht wird, der die Entzündungsreaktionen zu Beginn einer Sepsis und die folgenden Organschädigungen verhindern soll. Erste belastbare Ergebnisse werden in den nächsten Monate erwartet.
