Oldenburg - Zu einem langfristigen Therapieerfolg trägt bei Herzerkrankungen neben einer möglichst guten medizinischen Akut-Versorgung sowie der anschließenden körperlichen und psychischen Erholung auch eine Klärung der privaten und beruflichen Zukunftsperspektive bei. Insbesondere wenn der Patient infolge seiner Herzerkrankung nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann und/oder auf Hilfen im privaten Umfeld angewiesen ist, sind schon während der Reha viele Gespräche erforderlich – mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen wie auch mit einer Vielzahl weiterer Beteiligter wie etwa dem Arbeitgeber, der Krankenkasse oder der Rentenversicherung.
Entscheidend ist darüber hinaus eine kritische Überprüfung und oft auch Umstellung des persönlichen Lebensstils. „Ein sehr wichtiger Punkt ist ein Verzicht aufs Rauchen“, betont Dr. Stephan Böhmen. So zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien, dass etwa das Risiko für einen akuten Infarkt bereits nach einem Jahr ohne Zigarettenkonsum um etwa 50 Prozent sinkt.
Bei einem akuten Herzinfarkt kommt es darauf an, möglichst schnell und richtig zu handeln. Im Verdachtsfall sollte als Erstes die Notfallnummer 112 verständigt werden. Dabei ist es wichtig, dass man die Beschwerden kurz und präzise schildert und bei aller Aufregung nicht vergisst, den Ort genau anzugeben.
