Dr. Gregor Siemon (Bild) ist Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin I Kardiologie im Klinikum Oldenburg.

Was sind Herzrhythmusstörungen?

SiemonHerzrhythmusstörungen betreffen in erster Linie Störungen der elektrischen Ausbreitung der Herz-Impulse. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Formen, die man in langsame oder schnelle Herzrhythmusstörungen unterteilen kann. Viele von ihnen führen zu gefährlichen Situationen, die in einer Klinik behandelt werden müssen. Es gibt auch andere Erkrankungsformen, die einer medikamentösen bzw. einer Katheter- oder Verödungstherapie zugänglich sind.

Was ist bei schweren Störungen zu tun?

SiemonLebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen müssen oft mit einem operativen Verfahren behandelt werden, bei dem Hilfsgeräte wie ein Defibrillator oder ein Schrittmacher implantiert werden. Nicht zuletzt muss zugleich die kardiale Grunderkrankung abgeklärt werden, weil oft eine schwere organische Herzerkrankung die Ursache für bedrohliche Rhythmusstörungen ist. Unser Ziel ist immer, zunächst die organischen Ursachen zu beseitigen. Wenn das gelingt, verschwinden häufig auch die Herzrhythmusstörungen.

Was sind typische Warnzeichen?

SiemonGenerell sind das zum Beispiel unerklärliche Anfälle von Bewusstlosigkeit oder Ohnmacht. Ein Warnzeichen kann auch ein oft von einem schnellen Pulsschlag begleitetes Herzrasen sein. Oft kommen Atemnot oder Schmerzen in der Brust hinzu. Entsprechende Beschwerden sollte man mittels einer geeigneten Diagnostik umgehend von einem Arzt abklären lassen.