WESTERSTEDE - Nach ihrer Bandscheiben-Operation hat Elfriede Osterloh diszipliniert für ihre Genesung gearbeitet. Inzwischen sind die zuvor unerträglichen Rückenschmerzen verschwunden. Heute nimmt sich die Mittfünfzigerin aus Elmendorf täglich eine halbe Stunde Zeit für ihr Gymnastikprogramm, das sie stets mit ihrem Krankengymnasten abstimmt. „Heute geht es mir wieder richtig gut. Ich kann wieder alles machen“.
Vor einigen Jahren hatte das noch ganz anders ausgesehen. Ein Bandscheibenvorfall sorgte dafür, dass Elfriede Osterloh schon die kleinste Belastung zu viel war. Der Vorfall war so schwerwiegend, dass sich die behandelnden Ärzte für eine Operation am Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg entschieden.
Mit der Krankengymnastik ging es schon vor der erfolgreichen OP los. Elfriede Osterloh lernte dabei unter anderem, wie sie möglichst rückengerecht von der Rückenlage in den Sitz und in den Stand kommen kann.
Nach knapp einer Woche konnte die Patientin das Krankenhaus wieder verlassen. Es folgte ein dreiwöchiger Aufenthalt in einer Rehabilitations-Einrichtung, wo – gestützt auf die krankengymnastische Therapie – die Grundlagen für die weitere Genesung gelegt wurden.
Was dabei auf Bandscheiben-Patienten wie Elfriede Osterloh zukommt, erklärt der Leitende Physiotherapeut der Westersteder Ammerland-Klinik, Detlef Munke, bei dem die Elmendorferin inzwischen in Behandlung ist.
Der Patient müsse schon gleich nach der Operation richtig mitarbeiten. Detlef Munke: „Der Mensch hat mehr als 650 Muskeln. Ziel ist es, dass der Patient ein Gleichgewicht zwischen Beweglichkeit und Stabilität findet. Dafür braucht man nach einer Bandscheibenoperation die Hilfe eines Krankengymnasten.“
Damit die Muskelmasse und die Beweglichkeit nach der OP nicht verloren gehen, werde für den Patient ein Programm zusammengestellt, das zum Beispiel aus isometrischen Spannungsübungen und Koordinationstraining besteht. Parallel achtet der Krankengymnast darauf, dass Fehlstellungen oder eine falsche Körperhaltung, die sich der Patient in Folge der Schmerzen angewöhnt hat, korrigiert werden. Nicht zuletzt wird die Therapie durch Massagen, Dehnungs- und Entspannungsübungen ergänzt.
Während der Reha und in der Zeit danach wird die Intensität gemäß der Leistungsfähigkeit und des Krankheitsverlaufs gesteigert. Elfriede Osterloh hat die mit Munke abgesprochenen Übungen fest in ihren Tagesablauf integriert. Ihren Bandscheibenvorfall hat sie auch dank der Krankengymnastik überstanden: „Ich merke immer wieder aufs neue, wie gut mir die Übungen tun“.
