WESTERSTEDE - Ob die Einschulung mit fünf, sechs oder sieben Jahren erfolgt, hängt in erster Linie von der für alle Kinder obligatorischen Schuleingangsuntersuchung ab. Die Untersuchung wird einige Monate vor der Einschulung von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes durchgeführt.

Angst müssen Kinder und Eltern nicht vor der Untersuchung haben, die häufig in den Räumen der späteren Grundschule stattfindet. „Für die Kinder ist das eher angenehm, weil sie sich ja meistens schon auf die Schule freuen“, berichtet Astrid Jeschke-Czuprynski, Kinderärztin im Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland in Westerstede. Welche Schulempfehlung letztlich ausgesprochen wird, entscheidet die Schulbehörde.

Bei der rund 40-minütigen Schuleingangsuntersuchung werden von einer Arzthelferin zunächst die Größe und das Gewicht des Kindes gemessen sowie ein Hör- und ein Sehtest durchgeführt. Zu der anschließenden kinderärztlichen Untersuchung zählen Tests für die verbale Merkfähigkeit, das Wahrnehmungsvermögen und das Sprachverständnis. Überprüft wird dabei auch das Verhalten sowie die sozial-emotionale Kompetenz. Nicht zuletzt führt die Kinderärztin auch eine körperliche Untersuchung des Kindes durch.