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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Infarkt: Den Blutfluss wiederherstellen

04.08.2020

Westerstede Der Herzinfarkt zählt in Deutschland mit rund 400000 betroffenen Frauen und Männern pro Jahr zusammen mit dem Schlaganfall zu den häufigsten Erkrankungen des Herz-/Kreislaufsystems. Die meistens akut eintretende Erkrankung ist nach Angaben von Fachgesellschaften noch vor Krebs die Todesursache Nummer 1. Die Überlebenschance hängt bei einem Koronarsyndrom entscheidend davon ab, wie schnell das Problem erkannt und der Patient in ein geeignetes Krankenhaus eingeliefert wird. Im Verdachtsfall sollte daher über die Notfallnummer 112 sofort der Rettungsdienst verständigt werden.

Ein Herzinfarkt macht sich vor allem durch sehr starke Schmerzen in der Brust bemerkbar, die in die Arme, den Oberbauch, den Unterkiefer sowie bis zwischen die Schulterblätter ausstrahlen können. Darüber hinaus können sich unter anderem Luftnot, Übelkeit und ein extremes Engegefühl im Brustkorb einstellen. „Betroffene empfinden dabei nicht selten Todesangst, weshalb dieser Schmerz von Medizinern auch als Vernichtungsschmerz bezeichnet wird“, berichtet Dr. Andreas Müller-Eichelberg, Chefarzt der Klinik für Kardiologie der Ammerland-Klinik Westerstede. Er behandelt mit seinem Team pro Jahr rund 300 Patienten mit einem akuten Herzinfarkt.

Rauchen ist Risikofaktor

Ursache für den Infarkt sind in erster Linie im Laufe der Lebensjahre erworbene Ablagerungen von cholesterinhaltigen Fettverbindungen in den Gefäßwänden der Koronararterien. Verschiedene Risikofaktoren wie vor allem Rauchen und ein ungesunder Lebensstil begünstigen die Bildung so genannter Plaques, die den für die Sauerstoffversorgung des Herzens benötigten Blutfluss behindern. Gefährlich wird es, wenn einzelne Ablagerungen aufbrechen und sich dann Blutgerinnsel bilden, die das Herzkranzgefäß in kurzer Zeit verstopfen. Der Herzmuskel ist dadurch weitgehend von der Blutversorgung – und damit vom lebenswichtigen Treibstoff – abgeschnitten.

Zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes kann es auch ohne Symptome kommen. Die Medizin spricht in diesen Fällen von einem stummen Infarkt, der im Nachhinein anhand eines EKFG´s oder einer Ultraschalluntersuchung des Herzens erkannt werden kann, erklärt Dr. Müller-Eichelberg: „Früher oder später kommt es dann häufig aber doch zu einem schweren Akut-Infarkt, weil die für das Problem verantwortliche Arteriosklerose unerkannt und unbehandelt bleibt.“

Engstellen lokalisieren

Bei der medizinischen Versorgung eines akuten Herzinfarkts kommt es vor allem darauf an, die Engstellen in den zum Herzmuskel führenden Herzkranzgefäßen umgehend genau zu lokalisieren und das Blutgerinnsel so schnell wie möglich aufzulösen. Wenn dies gelingt, wird die Durchblutung des Herzmuskels wiederhergestellt.

Ohne eine gezielte umgehende Therapie sterben unwiederbringlich Herzmuskelzellen ab und vernarben. Betroffene müssen daher nach einem überstanden Herzinfarkt insbesondere dann mit einer verringerten Herzleistung rechnen, wenn die Behandlung nicht rechtzeitig erfolgt ist.

NWZonline.de/gesundheit
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