Westerstede - Eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen erzeugt ohne eine operative Entfernung früher oder später einen hohen Leidensdruck, betont Dr. Muneer Deeb: „Der gesundheitliche Allgemeinzustand kann sich dann sehr schnell sehr stark verschlechtern.“ Im schlimmsten Fall könne es zu einem lebensbedrohlichen Nierenversagen sowie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.

Der Zugang zu der erkrankten Drüse erfolgt über einen kleinen Schnitt im Halsbereich, wobei auch mittels Ultraschall zuvor die genaue Lage der betroffenen Nebenschilddrüse identifiziert werden muss. Wenn dies gesichert ist, kann ein mit diesen besonders filigranen Eingriffen vertrauter Chirurg fast immer sicher erkennen, ob es sich wirklich um die problemauslösende Drüse handelt. Weitere Klarheit bringt eine gleich nach der Entnahme eingeleitete Gewebeuntersuchung eines Pathologen, die in in der Regel nach spätestens 30 Minuten abgeschlossen ist.

Die stets unter Vollnarkose im Rahmen eines stationären Aufenthalts durchgeführte OP dauert meistens etwa eine Stunde. Wenn mehrere Drüsen betroffen sind, ist eine entsprechend längere Zeit nötig. Anschließend verbleibt der Patient zwecks Wundheilung und Kontrolle für meistens zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Bei den meisten Patienten ist das Problem damit dauerhaft gelöst.