Wildeshausen - Bei einer leichteren Form der Stuhlinkontinenz können die meisten Patienten auch von der konsequenten Umstellung ihrer Ernährungsgewohnheiten profitieren. Das Krankenhaus Johanneum Wildeshausen hat dafür eine Checkliste mit bedarfsgerechten, leicht umsetzbaren Alltagstipps erstellt. Je nachdem, ob man unter dauerndem Durchfall oder einer Verstopfung leidet, werden verschiedene Nahrungsmittel empfohlen oder auf eine „No Go“-Liste gesetzt.
Einen festeren Stuhl kann man unter anderem erreichen, indem man neben poliertem Reis, Nudeln und Pfannkuchen auch Auberginen, Bananen und geriebene Äpfel ohne Schale in den Speiseplan integriert. Auch Weißbrot, Kuchen, Kekse oder Knäckebrot ohne Körner können ähnlich wie Pudding oder dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil zu einem festeren Stuhl beitragen. Das Gleiche gilt für Flohsamenschalen sowie Hafer- und Weizenkleie, die mit Joghurt oder Müsli gegessen wird. Als Getränke werden schwarzer und grüner Tee sowie Kakao empfohlen. Vermeiden sollte man dagegen Bier, Weißwein, Mineralwasser mit Magnesium und Kaffee. Ob auch Milchprodukte einen negativen Effekt haben, muss individuell geklärt werden.
Zur Überwindung einer Verstopfung können unter anderem verschiedene Sorten von frischem Obst und Gemüse sowie Trockenobst beitragen. Zudem sollte man pro Tag mindestens zwei Liter trinken und auch Flohsamenschalen zu sich nehmen.
