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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

HIV-virus: Infektion ist kein Todesurteil

01.12.2020

Wilhelmshaven Aktuelle Studien gehen davon aus, dass in Deutschland rund 88000 HIV-infizierte Menschen leben. Die Ansteckung mit dem medizinisch als Humaner Immundefizienz-Virus bezeichneten Erreger galt noch bis in die neunziger Jahre als Todesurteil. Heute ist eine Infektion bei einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung mit wirksamen Medikamenten in der Regel gut behandelbar. „Mit HIV können die meisten Menschen gut und lange Leben“, betont die Deutsche Aidshilfe.

Bei einem früh eingeleiteten Therapieverlauf ist die im Blut nachweisbare Viruslast oft so gering, dass von dem HIV-Infizierten keine Ansteckungsgefahr ausgeht, erklärt der Facharzt für Innere Medizin Ralf-Bodo Kühn: „Wir wissen seit einigen Jahren, dass HIV-positive Menschen, die regelmäßig Medikamente gegen ihre Infektion einnehmen und durch wiederholte Laborkontrollen überprüfen lassen, dass im Blut kein Virus nachweisbar ist, nicht mehr infektiös für andere sind.“

Ohne umgehende medizinische Gegenmaßnahmen haben in den Organismus eingedrungene HIV-Viren die gefährliche Eigenschaft, dass sie das Immunsystem angreifen und deaktivieren. Das führt dazu, dass die körpereigene Abwehr nicht mehr in der Lage ist, schädliche Eindringlinge wie Bakterien, Pilze oder Viren wirksam zu bekämpfen. Potenzielle Krankheitserreger können sich dann im gesamten Körper massiv und unkontrolliert vermehren. Als Folge müssen nicht oder zu spät behandelte HIV-Infizierte mit Organschädigungen und Erkrankungen rechnen.

Mehr Lebensqualität

Ein entsprechender Verlauf wird international als Aids bezeichnet. Ins Deutsche übersetzt handelt es sich dabei um ein erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom, das dazu führen kann, dass schon ansonsten harmlose Erreger gefährliche Erkrankungen auslösen. Zwar hat es in der Aids-Therapie erhebliche Fortschritte gegeben, die vielen Betroffenen mehr Lebensqualität und Lebenszeit bringen. Gleichwohl leben an Aids erkrankte Menschen mit einem deutlich erhöhten Risiko für einen tödlichen Verlauf.

„Bei mir funktioniert die HIV-Therapie sehr gut. Ich habe keinerlei Beschwerden und kann ein ganz normales Leben führen.“ Georg Berner-Waindok hat vor mehr als 30 Jahren erfahren, dass er sich mit dem HIV-Virus infiziert hat. Die Fortschritte der Therapie hat er am eigenen Leib erlebt. Nach der schockierenden Diagnose sei bei ihm sofort eine zielgerichtete Behandlung eingeleitet worden, die nach vielen Höhen und Tiefen sehr erfolgreich verläuft. Seit zwölf Jahren nimmt er täglich Tabletten mit unterschiedlichen Wirkstoffen ein, die das HIV-Virus sehr effektiv und ohne größere Nebenwirkungen in Schach halten.

Regelmäßige Kontrollen

Bei den regelmäßigen, im Dreimonatsrhythmus stattfindenden Kontrolluntersuchungen beim Arzt lässt sich keine erhöhte Viruslast mehr feststellen. Für Georg Berner-Waindok bedeutet das die Gewissheit, dass er nicht ansteckend ist. Der in einer festen Partnerschaft lebende Mittfünfziger arbeitet neben seinem Beruf ehrenamtlich bei der AidsHilfe Friesland/Wilhelmshaven/Wittmund mit: „Ich möchte meine positiven Erfahrungen weitergeben und dazu beitragen, dass der Erkrankung etwas von ihrem Schrecken genommen wird.“

Bei seinen Beratungen vermittelt der Mitarbeiter der AidsHilfe immer, dass HIV gefährlich ist und man alles tun sollte, um eine Infektion zu verhindern. Dazu gehört vor allem der konsequente Schutz vor einer Übertragung.

NWZonline.de/gesundheit
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