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NWZonline.de Ratgeber Gesundheit

Rheumatoide Arthritis: Angriff auf Gelenke und Organe

09.03.2021

Wilhelmshaven Entzündungen, Schwellungen und heftige Gelenkschmerzen: Eine Rheumatoide Arthritis erzeugt nicht nur einen hohen Leidensdruck. Je nach Verlauf kann die Autoimmunerkrankung zudem schwere Gelenkschädigungen und Funktionseinschränkungen verursachen. Die Erkrankung verläuft in der Regel in Schüben, bei denen es nach einiger Zeit ohne größere Beschwerden zu schweren Symptomen kommt, die vielen Betroffenen das Leben zur Qual machen.

Ursache ist wie bei anderen Rheumaerkrankungen eine fehlgeleitete übermäßige Immunreaktion. Dass die körpereigene Abwehr schädliche Eindringlinge und erkrankte Zellen automatisch bekämpft, ist eigentlich eine natürliche und überlebenswichtige Reaktion. Hauptproblem einer Rheuma-Erkrankung ist, dass das Immunsystem fälschlicherweise auch gesunde Zellen als Gefahr identifiziert. Anstelle krank machender Viren, Bakterien oder Tumorzellen werden gesunde Zellen als Gefahr identifiziert. Die durch die Dauerattacke ausgelöste Entzündung erzeugt Rheuma-Beschwerden und führt ohne eine umgehende qualifizierte Behandlung früher oder später zur Zerstörung des betroffenen Gelenks oder Organs.

Eine Rheumatoide Arthritis macht sich bei vielen Erkrankten zunächst durch eine unerklärliche Morgensteifigkeit bemerkbar, die oft mit zunehmender Bewegung nachlässt. Später folgende Schmerzen und Gelenkschwellungen treten häufig als Erstes an den kleinen Fingergelenken, Händen und/oder Füßen auf. Es können aber auch andere Körperregionen betroffen sein.

Tückisch und unheilbar

Darüber hinaus werden im schlimmsten Fall auch lebenswichtige Organe wie das Herz, die Lunge, die Leber und die Nieren geschädigt. Meistens schreitet die Erkrankung langsam voran. Es kann aber auch sein, dass es schon wenige Monate nach dem Auftreten erster Symptome zu schweren Gelenkzerstörungen kommt. Eine Rheumatoide Arthritis ist nach wie vor eine tückische, nicht heilbare Erkrankung. Anders als noch vor 20 oder 30 Jahren ist sie inzwischen aber mit gutem Erfolg behandelbar. „Dank gut wirksamer Medikamente mit geringen Nebenwirkungen können viele Patienten heute eine fast normale Lebensqualität erreichen“, betont der Rheumatologe Prof. Dr. Werner J. Mayet aus dem Nordwestkrankenhaus Sanderbusch.

„Entscheidend ist, dass die Erkrankung möglichst schnell erkannt und fachgerecht behandelt wird.“ Mit einer frühzeitigen Medikation gelinge es bei den meisten Patienten, die Beschwerden deutlich zu lindern und schwere Folgeschäden zu verhindern. Selbst bei einem fortgeschrittenen Verlauf könne man die Erkrankung in den Griff bekommen und weitere Gelenkschädigungen aufhalten.

Botenstoffe blockieren

Möglich ist der Behandlungserfolg vor allem durch neu entwickelte Rheuma-Medikamente – sogenannte Biologica und JAK-Hemmer. Deren Wirkung zielt darauf ab, den entzündungsauslösenden Mechanismus zu unterbrechen, durch den ein neuer Erkrankungsschub ausgelöst wird. Dies gelingt, indem die Medikamente Botenstoffe blockieren, die wichtig für das Entzündungsgeschehen sind. Das Immunsystem benötigt die Botenstoffe, um eine Abwehrmaßnahme einzuleiten. Der fehlgeleitete Abwehrbefehl wird somit zwar ausgelöst, bleibt aber ohne negative Folgen für das Gelenk. Da die Medikamente die Entzündungsreaktion eindämmen, gehen die Schwellungen und Schmerzen zurück.

NWZonline.de/gesundheit
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