Oldenburg - Eine chronisch verlaufende Hepatitis B muss nicht immer behandelt werden. Falls eine Behandlung erforderlich ist, kann man dafür verschiedene sehr gut wirksame und nebenwirkungsarme Medikamente einsetzen, die für einen Stopp der Erkrankung sorgen, betont Dr. Anke Schütte: „Die Erkrankung ist dann zwar nicht geheilt, die Viren werden aber so unterdrückt, dass sie der Leber nicht mehr schaden können.“
Auch bei der Behandlung der Hepatitis C habe sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Inzwischen gebe es eine Reihe von Medikamenten, mit denen man diese Erkrankung in vielen Fällen heilen könne – allerdings noch immer mit relativ vielen Nebenwirkungen. „Mit den heute zur Verfügung stehenden Therapien heilen rund 70 Prozent aller Hepatitis-C-Fälle aus“, so Dr. Schütte. Für die nächsten Jahren sei zu erwarten, dass weitere neue Medikamente zur Verfügung stehen, die noch besser wirken und verträglicher sind.
Beim Leberkrebs sei entscheidend, dass der bösartige Tumor frühzeitig entdeckt wird. Betroffen seien meistens Patienten, die schon seit langem unter einer chronischen Leberentzündung leiden, so Dr. Schütte: „Wenn diese Patienten deshalb regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden, kann man im Rahmen dieser Untersuchung auch einen Leberkrebs schon in einem sehr frühen Stadium erkennen.“ Wenn das gelinge, seien die Heilungschancen vergleichsweise gut – auch, weil der Leberkrebs nicht so schnell in andere Regionen streut.
